Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TSG Haßloch gegen Südpfalz-Tigerinnen: Wiedersehen und Spendenaktion

Lisa Motz (am Ball) beim Sieg der SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam gegen die HSG Lingenfeld.
Lisa Motz (am Ball) beim Sieg der SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam gegen die HSG Lingenfeld.

Am Sonntag treffen die Oberliga-Frauen der TSG Haßloch auf die Südpfalz-Tigerinnen. Und damit auf eine frühere Teamkollegin. Die ist ziemlich gespannt auf eine Halloweenparty. Die TSG engagiert sich zudem sozial.

Sieben Runden lang spielte sie für die TSG Haßloch, seit dieser Runde läuft die Kirrweilererin Lisa Motz für die SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam auf. Nein, sie habe in dieser Saison noch kein Spiel der Haßlocherinnen gesehen, antwortet die 26-Jährige: „Es reicht, wenn ich die Ergebnisse sehe.“ Die sind ähnlich, wobei es erst zwei Überschneidungen gibt. An diesem Sonntag stehen sich die Mannschaften im Spitzenspiel der Handball-Oberliga der Frauen gegenüber (17.30 Uhr, TSG-Sportzentrum).

Neulich war die angehende Lehrerin im Urlaub in Österreich. In ihrem Referendariat in der Grundschule in Edenkoben beginnen im Februar die letzten Prüfungen: mündliche Prüfung und zwei Lehrproben. Hat sie sich im Kurzurlaub an die Trainingsvorgabe gehalten, sich neben dem zweimaligen Mannschaftstraining einmal in der Woche individuell mit Joggen, Liegestützen, Situps, Seilspringen in Form gehalten? Motz lächelt die Frage charmant weg. Sie halte sich schon daran: „Man macht es ja mit einem guten Gewissen.“ Sich das dritte Training frei einteilen zu können, sei von Vorteil.

Auf der Wunschposition

Bei den „Südpfalz-Tigerinnen“ kann sie auf der Position spielen, die sie sich gewünscht hat. Mit Laura Klein teilt sie sich die Spielmacherinnenrolle. Immer für ein paar Minuten übernimmt Larissa Freund, die 2014 mit ihr in die Kirrweilerer Frauenmannschaft gewechselt war, die Position in der Rückraum-Mitte. Gibt es große Unterschiede zu ihrem ehemaligen Verein? Training und Abläufe an sich seien gleich, sagt Motz. Mannschaft und Trainerteam hätten sie gut aufgenommen, sie fühle sich wohl in der SG. Gemeinsam Pizza bestellen nach dem Spiel, gemeinsam den Hallenboden von Harz befreien, einen Geburtstag feiern: „Es wird schon darauf geachtet, dass es sich nicht nur auf Handball konzentriert.“ Sie ist gespannt auf die Halloweenparty, die auf den Trainingsdienstag fällt. Sie sei nicht der Faschingstyp, aber „ein bisschen“ verkleiden werde sie sich. Einen Unterschied gebe es schon, nachdem Haßloch den Trainer gewechselt habe: mehr Videoanalysen bei der SG. Jeden Donnerstag 20 Minuten lang vor dem Training. Gut vorbereitet und geschnitten mit Infos über Angriff und Abwehr: Trainer Christoph Morio „gibt sich da schon sehr viel Mühe“.

Nun das Wiedersehen mit Haßloch. „Eine besondere Situation: die Halle, ehemalige Mitspielerinnen, das wird emotional für mich, das weiß ich jetzt schon“, sagte Motz vor ein paar Tagen.

Spendenaktion für Brustkrebs Deutschland

Im Oberligaheimspiel der TSG Haßloch gegen die Südpfalztigerinnen am Sonntag, 17.30 Uhr, im TSG-Sportzentrum geht es nicht nur um Handball. „Wir machen eine Spendenaktion für Brustkrebs Deutschland“, verrät die Haßlocherin Sabine Gall, die „einen kleinen Basar zu Gunsten des 2003 gegründeten Vereins organisiert“.

Brustkrebs Deutschland ist nach eigenen Angaben ein gleichberechtigter Zusammenschluss von Ärzten, Patientinnen, Angehörigen und Firmen, die sich drei Ziele gesetzt haben: Erstens Prävention und Früherkennung von Brustkrebs zu fördern und Tabus zu diesem Thema abbauen. Zweitens Ärzten, Betroffenen und ihren Familien so viele Informationen und Unterstützung wie möglich zu vermitteln. Und drittens unabhängige Forschung zu unterstützen.

„Die Frauenmannschaft will diesen Verein unterstützen“, sagt Gall und verweist darauf, dass der Oktober ein „Pink Oktober“ sei: Der gesamte Monat sei Aktionen gegen Brustkrebs gewidmet. Sabine Gall und Helfer wollen zum Heimspiel am Sonntag „Lebkuchen in Handballerform“ verkaufen. „Mein Fokus liegt nicht nur darauf, Geld zu spenden“, betont Gall. „Ich möchte in erster Linie darauf aufmerksam machen, dass Frauen auf sich achten.“ Gall, die in der Radiologie arbeitet und dort Mammographien zur Früherkennung von Brustkrebs macht, weiß, dass „jede achte Frau in Deutschland Brustkrebs kriegt“.

Information

Weitere Informationen im Internet: https://brustkrebsdeutschland.de/

Auffälligkeiten an der weiblichen Brust sind per Mammographie zu finden.
Auffälligkeiten an der weiblichen Brust sind per Mammographie zu finden.
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