Neustadt TSG Deidesheim gibt sich nicht auf
DEIDESHEIM. Die TSG Deidesheim demonstrierte am Samstag eindrucksvoll, dass sie sich im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz nicht aufgegeben hat, und schlug den VfB Haßloch verdient mit 1:0. Der Siegtreffer fiel allerdings erst in der 87. Minute.
„Wir sind von Anfang an mit dem schlechten Platz nicht zurechtgekommen“, meinte VfB-Trainer Frank Lieberknecht nach dem Abpfiff frustriert. Zugegebenermaßen präsentierte sich der Deidesheimer Rasenplatz vorgestern in einem Zustand, der eher einem Schafhirten oder Kartoffelbauern als einem Fußballer Freude bereitet hätte. Peter Schlegel, der Sportliche Leiter der Haßlocher, wollte nicht alleine dem Untergrund die Schuld für die Niederlage geben. „Dass wir verloren haben, hatte auch mit der Einstellung unserer Mannschaft zu tun. Die Deidesheimer haben mehr gekämpft. Ich würde auch freuen, wenn sie den Klassenerhalt schaffen“, meinte er. Die miserablen Platzverhältnisse waren jedenfalls aber definitiv der Hauptgrund dafür, dass das Spiel für Fußballästheten wenig Grund zur Freude bot. Nach 20 ereignislosen Minuten hatten beide Mannschaften binnen kurzer Zeit ihre erste Möglichkeit zum Führungstreffer, aber sowohl der Haßlocher André Grässer als auch Deidesheims Alexander Schubing trafen aus aussichtsreicher Position nur das Außennetz. Die einzigen weiteren nennenswerten Szenen waren Kevin Kleins Chance (31.) nach Rechtsflanke Grässers und ein Schuss von TSG-Spieler Nicolai Enzenauer, der unbedrängt übers Tor schoss (41.). Nach der Pause wurden die Deidesheimer stärker, was vor allem ihrem Kampfgeist zuzuschreiben war. Das Spiel verlagerte sich zunehmend vor das VfB-Tor. Nachdem Haßlochs Torwart Moritz Gauweiler einen Schuss von Pehlke bravourös abgewehrt hatte (65.), traf Tim Speiger acht Minuten später mit einem Freistoß den Pfosten. Drei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit drosch Enzenauer den Ball von der rechten Seite weit in den Haßlocher Strafraum: Der unbewachte Ehrenpreis nutze diese Vorlage per Kopfball zum 1:0. „Wir waren von Anfang an besser“, stellte TSG-Trainer Markus Humbert zufrieden fest. „Da Oppau in Geinsheim gewonnen hat, steigt aus der Landesliga vielleicht keiner in die Bezirksliga Vorderpfalz ab, weshalb für uns der drittletzte Platz, den wir jetzt haben, reichen kann“, erklärte er. Insgeheim hoffe er, auch noch den Viertletzten Rot-Weiß Seebach überholen zu können. Sollte seine Mannschaft in den restlichen vier Spielen dieser Saison so kämpfen wie vorgestern, könnte dies auch durchaus gelingen. So spielten sie TSG Deidesheim: Heinz – Speiger, Wageck, Storck, Pehlke -Gillmann (56. Christian Schubing), Deimel -Enzenauer, Alexander Schubing, Ehrenpreis (90. Fuecks) - Simon (73. Lisson) VfB Haßloch: Gauweiler -Lang, Sadaune, Dennis Klein, Zwetsch – Beckmann – Pelgen, Weber 61. Daniel Kopf), Matthias Kopf – Kevin Klein (72. Schad), Grässer