Neustadt TSG darf in die Verlängerung

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Neustadt. So viel ist klar: Meister kann die TSG Deidesheim in der Fußball-A-Klasse Rhein-Mittelhaardt nicht mehr werden. Der Titel ist seit dem vergangenen Spieltag an den FC Lustadt vergeben. Und: Mit dem regulären Rundenfinale am Samstag (alle Spiele ab 16 Uhr) gegen den TuS Mechtersheim II ist die Spielzeit für die TSG noch lange nicht vorüber.

Holt die Elf des Trainerduos Benkler/Doll auch nur einen Punkt, steht sie als Tabellenzweiter in den Aufstiegsspielen zur Bezirksliga Vorderpfalz. Verliert sie, kommt es zu einem Entscheidungsspiel um die Vizemeisterschaft gegen die TSV Lingenfeld – vorausgesetzt, diese gewinnt beim VfL Neustadt II. Jenes Szenario käme der TSG ungelegen. Erst am vorigen Sonntag kreuzten beide Mannschaften die Klingen (1:1), und das nicht nur bildlich gesprochen. Rudolf Benkler war überhaupt nicht amüsiert über die Gangart des Widersachers, der Verletzungen in Kauf genommen habe. Vor allem Mario Seckinger habe einiges auf die Knochen bekommen, unter anderem leide er an einem Bruch des Nasenbeins. „Was der Junge hat einstecken müssen, war nicht mehr normal. So macht der Fußball keinen Spaß“, sagt Benkler. „Meiner Meinung nach hat man das bewusst gemacht, und dazu stehe ich auch. Es gehört viel dazu, so die Nerven zu bewahren, wenn man derart hingerichtet wird.“ Die TSG Deidesheim ist mittlerweile elf Spiele ungeschlagen. In der Aufstiegsrunde heißen die Gegner FSV Freimersheim (Südpfalz) sowie SV Weisenheim/Sand oder ESV Ludwigshafen. Benkler hat die potenziellen Kontrahenten schon beobachtet, auch an diesem Wochenende geht er auf Erkundungstour. Am Samstag verlässt er seine eigene Elf nach der ersten Hälfte und sieht sich das Team aus Freimersheim an, am Sonntag nimmt er den ESV Ludwigshafen in Augenschein. Schon jetzt ist sich Benkler sicher: „Diese Gegner schlägt man nicht im Vorbeigehen.“ Der TSV Königsbach hätte dem FC Lustadt die Meisterfete verderben oder sie zumindest hinauszögern können. Doch das missglückte. Der TSV unterlag am zurückliegenden Sonntag 1:2. Spielertrainer Sven Hörnschemeyer war dennoch rundum zufrieden. „Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen“, sagt er, „das war die beste Leistung im Jahr 2016. Schade, dass wir nicht wenigstens einen Punkt geholt oder gewonnen haben, beides war möglich.“ Das Saisonfinale bei der SpVgg Rödersheim kommt keinen Tag zu früh, der TSV rollt auf den Felgen. Die SpVgg Edenkoben/St. Martin tritt bei Meister FC Lustadt an, Schlusslicht VfL Neustadt empfängt die TSV Lingenfeld. In beiden Fällen wäre schon ein Remis eine Sensation. Gegen den Namensvetter aus Neuhofen begradigte der VfL am Mittwochabend mit einem Nachholspiel die Tabelle. Das 1:3 war die 23. Saisonniederlage. Witalij Maier erzielte in der zehnten Minute das zwischenzeitliche 1:1. (aboe/Archivfoto: lm)

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