Neustadt Trotz Hitze mit Ernte zufrieden

Hedwig Weiland (links) begutachtet die Kürbisse von Tina Herbring.
Hedwig Weiland (links) begutachtet die Kürbisse von Tina Herbring.

Asia- und Endiviensalat, Fenchel, Karotten, Kartoffeln, Kürbis, Mangold, Schwarzkohl, Zwiebeln und ein Fläschchen selbst gemachtes Johanniskrautöl: Das stand am Samstag auf der aktuellen Verteilungsliste für die Mitglieder des Vereins Solidarische Landwirtschaft (Solawi) Akazienhof Neustadt. Die Initiative hatte zum Herbstfest eingeladen.

„Wir hatten trotz der Hitze eine sehr gute Ernte“, bilanziert Vorstandsmitglied Tina Herbring. Nur beim Obst sei es etwas schwieriger gewesen, da es auf der 7500 Quadratmeter großen Anbaufläche im Gegensatz zu den Gemüsekulturen keine Wasseranbindung gebe. „Die Früchte blieben etwas kleiner“, erklärt Herbring. 2015 mit 35 Leuten gegründet, ist die Solawi Neustadt stetig gewachsen. Heute gehören ihr 70 Anteilseigner, darunter auch junge Familien, an. Zur Hälfte kommen die Mitglieder aus Neustadt, zur anderen aus einem Umkreis von 25 Kilometern, der Speyer, Landau, Edenkoben und Bad Dürkheim umfasst. „Wir suchen weiterhin Leute“, sagt Herbring. Durch Wegzug, Krankheit und berufliche Veränderungen würden immer wieder Plätze frei. Ernteausgabe ist freitags und samstags. Angebaut werden auf 1,4 Hektar übers Jahr knapp 40 verschiedene Gemüsekulturen. Die Erntesaison erstreckt sich von März bis Februar. Ein doppelwandiges Treibhaus mit solarbetriebener Ventilation und ein neues, ebenfalls solarautarkes Kühlhaus helfen, die Saison verlängern. Allein 450 selbstgezogene Pflanzen von 15 Tomatensorten in allen Farben und Formen konnte die Solawi dieses Jahr kultivieren. Aktuell hat die Gruppe ein neues Kräuterbeet, darunter Dauerkräuter wie Salbei und Rosmarin, angelegt. Bewährt hat sich die Zusammenarbeit mit Matthias Werner. Bereits in der dritten Saison ist der ausgebildete Gärtner, für den ein Arbeitsplatz geschaffen werden konnte, tätig. „Wir sind ein lebendiger Verein“, sagt Pressesprecherin Hedwig Weiland. Und nicht nur die landwirtschaftliche Erzeugung von Obst und Gemüse auf ökologischer Basis, sondern auch die Förderung der Artenvielfalt, Bildungsangebote für Schulklassen und kirchliche Einrichtungen stünden auf der Agenda der Initiative. Eine Klasse der Hans-Geiger-Schule war dieses Jahr dreimal da. Anschauungsunterricht gab es auch für eine Projektklasse des Kurfürst-Ruprecht-Gymnasiums und für die Evangelische Bildungsstätte Kaiserslautern. Für Interessenten ist am 24. Januar 2019 ein Infoabend beim Kulturverein Wespennest in der Friedrichstraße 36 vorgesehen. Nils berichtet

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