Neustadt Trainersuche dauert an

Placeholder-Image

Neustadt. Auch wenn erst jetzt die heißen Sommertage kommen, ist die Saison in der Wasserball-Bundesliga-B-Gruppe für den SC Neustadt beendet. Beim Platzierungsturnier in Berlin setzte es für den SCN zwei Niederlagen (wir berichteten am 26. Mai). Damit schlossen die Pfälzer die Saison auf Platz zwölf ab (Vorjahr Rang zehn). Wer in der kommenden Saison den SCN trainiert, ist noch immer unklar.

Bei SCN-Manager Michael Heinz laufen seit Monaten die Vorbereitungen für die neue Saison. Nachdem Janusz Gogola bereits im Herbst seinen Abschied verkündet hatte und mit Dragan Matutinovic ein Nachfolger gefunden war, war dennoch klar, dass zur neuen Saison ein neuer Trainer verpflichtet werden muss. Matutinovic wollte nur aushelfen, musste dann aber selbst wegen der Erkrankung seiner Frau das Handtuch werfen. Gogola sprang nochmals ein, wird aber jetzt definitv nicht mehr zur Verfügung stehen. Denn er musste nahezu täglich von Frankfurt aus zum Training anreisen. So ist die Trainerfrage immer noch ungeklärt. „Wir haben jetzt einem Kandidaten ein konkretes Angebot gemacht. Aber wir wissen noch nicht, ob das ausreichend ist, dass er dann auch zu uns kommt“, informiert Manager „Mike“ Heinz. Sollte der designierte Coach ablehnen, wird es eng für die Pfälzer, denn erstliga-taugliche Trainer sind kaum auf dem Markt. „Dann werden wir die Stelle offiziell in den diversen Wasserball-Foren ausschreiben“, erklärt Heinz. Huston Middlesworth, der US-Amerikaner, der erst in dieser Saison zum SCN gekommen war, hat seine Zelte in der Pfalz abgeschlagen. Routinier Stefan Ehrenklau hat nach rund 25 Jahren seinen Rücktritt erklärt, würde aber, laut Heinz, dem Team bei Heimspielen „noch aushelfen“. Weitere Abgänge hat Heinz nicht genannt. Zudem gibt es zwei feste Zusagen neuer Spieler sowie zwei „lose Zusagen“. Bekannt geben möchte Heinz die Namen erst, wenn er die offizielle Anmeldung beim Deutschen Schwimmverband (DSV) durchgeführt hat. Er betont: „Die neuen Spieler haben alle Erstliga-Erfahrung.“ Im dritten Bundesliga-Jahr hat die Mannschaft in der Zwischenrunde kurz an der A-Gruppe geschnuppert, musste aber gegen die starken Esslinger einsehen, dass diese Spielklasse noch ein bisschen zu stark ist. Zuvor hatte der SC Neustadt gegen Ende der Punkterunde viele Niederlagen einstecken müssen. Das war auch dem Spielplan geschuldet, denn die meisten Heimspiele gab es am Anfang der Saison. Die schweren Auswärtsbrocken folgten ohne Unterbrechung im Februar und März (wir berichteten). Michael Heinz dämpft daher die Erwartungen, dass sich die SCN-Mannschaft in Richtung A-Gruppe orientieren werde. „Mit unserem eigenen Spielerreservoir und unserer Jugend sind wir nicht in der Lage, höhere Ziele abzustecken. Der langfristige Plan war zunächst, den gesamten Spielbetrieb bei den Jugendmannschaften und der Zweiten und Dritten Mannschaft neu anzukurbeln. Das ist gelungen“, sagt Michael Heinz. „Bis aber unsere eigenen Nachwuchskräfte so weit sind, für die Erste Mannschaft in Frage zu kommen, gehen noch ein paar Jahre ins Land. Daher müssen wir uns mit Spielern aus der Umgebung und dem Ausland behelfen.“ Allerdings liegt der Etat nur im mittleren fünfstelligen Bereich. Heinz vergleicht seine Mannschaft mit dem Aufsteiger in die Fußball-Bundesliga: „Wir sind die Darmstädter im Wasserball.“ Um mithalten zu können, wären in Neustadt großzügige Geldgeber notwendig. Geplant sei, so Heinz, in einigen Wochen eine Strategietagung zu machen und zu diskutieren, wie es die nächsten Jahre beim SCN aussehen solle. Bis zum Herbst, wenn neben der Bundesliga-Runde auch die ersten Pokalspiele anstehen, hat Heinz Zeit, um ein schlagkräftiges Team für die neue Saison zusammenzustellen. (kle)

x