Hassloch
Tennis: TSV Haßloch/GW Edenkoben besiegt TV Wallmerod
Die Spielgemeinschaft siegt schließlich mit 19:2. Ausgerechnet Weber verliert trotz energischen Widerstands gegen Georg Holzbach im Match-Tiebreak: Weber unterliegt im ersten Satz mit 0:6 und hat im zweiten Satz bereits einen Matchball gegen sich. Doch dann holt er drei Spiele hintereinander und gewinnt den zweiten Abschnitt mit 7:5.
Der Kapitän als Wasserträger
Während dieser Phase ist Teamkapitän Gunnar Henrich als Wasserträger für seinen Teamkollegen und den Gästespieler Holzbach unterwegs. Henrich: „Manfred ist unser „Mister Zuverlässig“. Er ist immer bereit, beharrt aber nicht auf seinen Einsatz.“ Und Teamkamerad Christian Fröde ergänzt: „Er ist ein richtiger Teamplayer.“ Fröde ruft Weber nach einigen langen Ballwechseln im zweiten Satz zu, er solle aufhören, wenn es zu heiß werde. Doch gerade als die Mittagssonne herunterbrennt, scheint es, als könne Weber das Match noch einmal umbiegen. Letztlich wird es für Gästespieler Holzbach im Tiebreak sehr eng. Er gewinnt mit einem 10:8 die einzigen Punkte für sein Team. Holzbach: „Ich musste körperlich an meine Grenzen gehen.“ TSV-Spieler Fröde kämpft anschließend ebenfalls drei Sätze lang. Auch ihm habe die Hitze sehr zugesetzt, informiert Teamführer Henrich.
Der 57-jährige Henrich freut sich über die gute Chemie im Team aus Haßloch und Edenkoben. Rund zwei Drittel der Spieler sind beim TSV gemeldet, trainiert wird auf der Haßlocher Anlage in Kooperation mit den Herren-60. „Weil dieses Team in der diesjährigen Medenrunde nicht mitspielt, ergänzen deren Spieler unsere Mannschaft“, erzählt Henrich.
Hess’ Kontakte
Die Zusammenarbeit mit Edenkoben bahnte sich vor einigen Jahren über Kontakte des Haßlocher Spielers Gunther Hess zum Weinstraßenteam an. Henrich hatte am Samstag vor allem die Temperaturen im Blick: „Wir passen auf, dass sich niemand übernimmt. Wenn jemand eine Pause benötigt, dann kann sie auch mal länger ausfallen.“ Das Rezept bei Hitze sei für alle Spieler ähnlich: „Viel trinken, die Sonneneinstrahlung nicht unterschätzen, sonst kommt der große Hammer.“ Überall hat der TSV Wassereimer aufgestellt, bei Bedarf kühlen sich die Spieler mit einem nassen Handtuch.
Während die Tennisprofis sich nach einem Hitzematch auch mal ein Eisbad gönnen, muss der TSV bei diesem Luxus allerdings passen. Stattdessen steht nach den Spielen das gesellige Beisammensein auf dem Plan. Das Team ordert Pizza vom Pizzaservice eines Neustadter TSV-Mitglieds. Und Henrich lobt die Wallmeroder Gäste: „Sie waren ein sehr fairer und geselliger Gegner, obwohl sie eine Anreise von rund zwei Stunden hinter sich hatten.“
So spielten sie
TSV Haßloch/GW Edenkoben, Herren-55 - TV Wallmerod 19:2. Einzel: Michael Hagenau – Klaus Lützig: 6:3, 6:2; Gunnar Henrich – Michael Christian: 6:2, 6:1; Christian Fröde – Rolf Sommer: 6:2, 5:7, 10:8; Frank Baeuerle – Wolfgang Kögler: 6:3, 2:6, 11:9; Andreas Weickenmeier – Peter Thomä: 6:0, 6:2; Manfred Weber – Georg Holzbach: 0:6, 7:5, 8:10; Doppel: Fröde/Weickenmeier – Lützig/Kögler: 6:3, 6:4; Henrich/Weber – Christian/Sommer: 6:2, 6:1; Baeuerle/Krämer – Thomä/Holzbach: 6:3, 5:7, 12:10.