Interview RHEINPFALZ Plus Artikel Tennis-Oberliga: Damen-50 mit viel Zusammenhalt zum Klassenverbleib

 Anja Krämer (links) und Christiane Schrör auf dem Platz.
Anja Krämer (links) und Christiane Schrör auf dem Platz.

Das Tennisteam der Damen-50 aus der Spielgemeinschaft der drei Vereine PSV Neustadt, Diedesfeld und Edenkoben hat mit Rang vier den Klassenverbleib als Aufsteiger in der Oberliga erreicht. Mannschaftsführerin Christiane Schröer spricht mit Heike Klein vom besonderen Zusammenhalt der bunt zusammengewürfelten Truppe.

Frau Schröer, die Freiluftsaison der Medenspiele bei den Damen-50 in der Oberliga ist abgeschlossen. Was war Ihr schönstes Erlebnis?
Ganz klar, unser Klassenverbleib. Als Aufsteiger haben wir nur einen Sieg in den vier Begegnungen eingefahren und trotzdem damit die Klasse erhalten.

War Ihnen damals klar, dass der 6:3-Sieg im ersten Spiel gegen Ingelheim dafür ausreicht?
Nein, nicht zu diesem Zeitpunkt. Es kommt ja darauf an, wer von oben absteigt. Aber in dieser Saison hatte sich diese Altersklasse der Oberliga schon vor dem ersten Spieltag um drei Teams reduziert.

Was war der Grund?
Das ist etwas kompliziert. Eigentlich spielen hier acht oder neun Teams. Ein Team hatte die Anfrage gestellt, ob man statt mit sechs Spielerinnen nur mit vier antritt, also auch mit reduziertem Programm. Manchmal herrscht bei den Clubs Spielerinnenmangel. In der Verbandsliga wird nur mit vier Teilnehmern gespielt, es ist dann zum Beispiel für Aufsteiger schwierig, genügend Leute aufzustellen. Der Verband hat dann eine Umfrage an die Clubs gestartet. Aber die Vereine mit dem Wunsch, mit sechs Teilnehmern zu spielen, waren in der Mehrzahl. Daraufhin haben sich dann drei Clubs aus der Runde abgemeldet.

Wie hatten Ihre Spielgemeinschaft votiert?
Uns war es egal, weil wir diesmal keine Personalprobleme hatten. Wir hätten beide Varianten akzeptiert. Wir haben zehn Spielerinnen im Pool und konnten damit auch eine Sechsermannschaft bedienen.

Ihre Situation hat sich also verbessert. Ich erinnere mich, dass Sie vor ein paar Jahren schon Probleme hatten, genügend einsatzfähige Spielerinnen aufzustellen. Woher kommt der Zuwachs?
Wir bekamen Verstärkungen von Frauen, deren Teams in anderen Clubs aufgelöst wurden, die aber weiter spielen wollten.

Wie ist das Verhältnis im Team? Sie haben ja bereits eine Spielgemeinschaft aus drei verschiedenen Vereinen, dazu kommen noch die Neuzugänge.
Das klappt sehr gut, wir verstehen uns prima. Wir kannten uns ja auch alle von den früheren Medenspielen, als wir noch Konkurrenten waren. Aber immer waren wir freundschaftlich verbunden. Es bildeten sich sportliche Freundschaften. Wir unternehmen jetzt auch viel außerhalb der Spieltage. Wir gehen Wandern, besuchen Musikveranstaltungen. Als wir ein Auswärtsspiel im vergangenen Jahr in Remagen hatten, das sind rund 250 Kilometer einfache Fahrt, haben wir beschlossen, dort zu übernachten. Am nächsten Tag gab es noch eine Stadtbesichtigung. So etwas würden wir nicht machen, wenn wir uns nicht wohlfühlen würden.

Dennoch war es für Sie und Ihre Mitspielerinnen nicht so leicht in diesem Jahr mit drei Niederlagen. Wie fühlt man sich danach?
Es gab einige spannende und enge Spiele. Wir konnten mithalten, oft ging es in den Match-Tiebreak. Aber die besseren Teams haben dann einfach die entscheidenden Punkte gemacht.

x