Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel Tennis: Kuriosum Grün-Weiß Edenkoben bleibt in Südwest-Liga

Topspieler: Autofan Dieter Herz mit seinem Audi R8.
Topspieler: Autofan Dieter Herz mit seinem Audi R8.

Mit über 600 PS im zivilen Sportwagen von Eschborn zum TSV Haßloch am Sandbuckel. So stimmte sich Dieter Herz, Nummer eins Herren-60, auf den Spieltag am Samstag gegen den TC Nieder-Roden in der Tennis Südwest-Liga ein.

Herz ist ein Autofanatiker, er hat mehrere schnelle Wagen in seiner Garage stehen und schwört auf den Audi R 8. „Wenn ich schon 70.000 Kilometer im Jahr zurücklege, muss es schon komfortabel und bequem sein“, sagt der 64-jährige Unternehmensberater. Er gibt zu, sein PS-Monster auch mal auf über 300 Stundenkilometer zu beschleunigen. Dafür nimmt er aber auch jedes Jahr an einem Fahrertraining auf dem Nürburgring teil.

Kuriosum in der Regionalliga

Es ist sein erstes Jahr bei der Spielgemeinschaft Edenkoben/Haßloch. Herz kam über den Kontakt mit Franz Josef Storz zur Mannschaft. Das Team selbst ist ebenfalls ein Kuriosum. Nach dem Aufstieg aus der Oberliga musste es sich umbenennen. Vorher waren die Männer um Teamchef Gunther Heß eine richtige Spielgemeinschaft. Doch in der Regionalliga darf es offiziell keine Spielgemeinschaften geben. So meldete sich die Mannschaft als TC-Grün-Weiß Edenkoben an, gespielt wird aber auf der Haßlocher Anlage, weil hier mehr Plätze an den Spieltagen zur Verfügung stehen.

Dass das Team unter „Edenkoben“ gemeldet ist, hat zudem historische Gründe, wie Heß erzählt. Er spielte selbst in Edenkoben, mangels Spieler strebte die damalige Mannschaft eine Spielgemeinschaft mit Haßloch an. Mittlerweile sind zwar nur noch drei Spieler aus Edenkoben dabei, doch damals wurde ausgemacht: „Wenn es in einer höheren Klasse notwendig ist, dann treten wir unter dem Namen Edenkoben an.“ Das sorgt jetzt auch für Verwirrung beim Verband, weil jeweils am Sandbuckel gespielt wird und nicht in der Südpfalz. Denn es war jetzt die erste offizielle Spielzeit des Aufsteigers, der sich 2019 für die zweithöchste deutsche Spielklasse qualifiziert hatte. Doch 2020 lief bekanntlich aufgrund der Corona-Pandemie überhaupt nichts. Jetzt gelang dem Aufsteiger bereits frühzeitig der Klassenverbleib. Heß: „Wir mussten zwar wegen der Urlaubsplanung einiger Spieler und wegen Verletzungen oft umstellen, aber den anderen Teams ging es ähnlich.“

Persisches Essen

Zurück zu Dieter Herz, der als bester Spieler des Teams auf Punkt eins gemeldet ist. Für ihn war es am Samstag nicht das richtige Wetter. Zu schwül, zu belastend für den Körper. So vermied er im Match gegen Joachim Geis möglichst den Kampf um jeden Ball und verlor 2:6, 1:6. Die Teamniederlage von 4:5 hatte keine weiteren Auswirkungen auf den Tabellen-Endstand. Edenkoben/Haßloch beschließt die Runde auf Rang drei.

Am Abend wurde der Klassenverbleib gemeinsam mit den Gästespielern gefeiert. Heß freute sich: „Es gibt ein persisches Nationalgericht, gekocht von Ali Rashani. Beim Probeessen war das Mahl mit Gemüse, Reis, Rindfleisch und besonderen Gewürzen ultra lecker.“

So spielten sie

Herz – Geis: 2:6, 1:6; Spieß - Kleffmann: 0:6, 0:6; Votava - Drews: 6:3, 6:2; Heß - Potuznik: 6:1, 6:1; Mahl - Pietschmann: 6:1, 6:3; Beutelmann - Kalup: 7:6, 2:6, 6:10;

Herz/Weber - Geis/Kleffmann 2:6, 0:6; Heß/Beutelmann - Potuznik-Pietschmann: 6:1, 6:1; Votava/Quadt - Drews/Kalup 1:6, 3:6.

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