Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Tanzen: Mußbacher Erik Rettich zeigt Let’s-Dance-Augenschmaus mit Angelina

Erik Rettich (in roter Hose) ist mittendrin. Links Angelina Stecher-Williams, Zweiter von rechts ist Jungschauspieler Spencer Kö
Erik Rettich (in roter Hose) ist mittendrin. Links Angelina Stecher-Williams, Zweiter von rechts ist Jungschauspieler Spencer König, bekannt aus der KiKa-Serie »Die Pfefferkörner«.

Erik Rettich vom TSC Saltatio im TV Mußbach hat es in der ersten Staffel der RTL-Show „Let’s Dance Kids“ bis ins Finale geschafft. Für den „Profi“ war der Showtanz eine neue Erfahrung. Mit einer Sache musste sich der Zwölfjährige erst anfreunden.

„Als das grüne Licht auf uns fiel, wussten Angelina und ich, dass wir im Finale sind“, erzählt Erik Rettich. Der Germersheimer tanzt für den TSC Saltatio im TV Mußbach. Das sei für ihn mit einer der coolsten Momente gewesen. „Ich war unendlich froh und super erleichtert“, so der Zwölfjährige, der mit Promi-Spross Angelina Stecher-Williams an der RTL-Tanzshow „Let’s Dance Kids“ teilgenommen hat. Zur Musik von Pocahontas verzauberten die beiden das Publikum der ersten Staffel. Seine Tanzpartnerin ist die Tochter von Unternehmerin und Investorin der Sendung „Die Höhle der Löwen“, Judith Williams, und von Schauspieler Alexander-Klaus Stecher.

Nach einer knappen Entscheidung freute sich das Paar über Platz zwei. „Ich hatte gehofft, so weit zu kommen. Ich bin super zufrieden“, sagt der junge Tänzer. Auch Familie und Freunde haben sich sehr für den Gymnasiasten gefreut. „Wir sind sehr stolz auf unseren Sohn“, erzählt Mutter Lydia. Für Familie Rettich war die Zeit eine Herausforderung, die sie gerne gemeistert hat. Erik musste für die Show mehrmals zwischen München und Köln hin- und herpendeln. Zwar war er in dieser Zeit größtenteils von der Schule befreit, hatte aber an einigen Onlinekursen seiner Klasse trotzdem teilgenommen, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Nervige Interviews

„Sowohl die Trainings als auch die Shows haben mir viel Spaß gemacht. Einzig die Interviews waren manchmal etwas nervig“, sagt Erik. Besonders stolz sei er auf Angelina. Seine Tanzpartnerin hatte zuvor keine Erfahrung auf dem Parkett. Innerhalb kürzester Zeit hat sie bei Trainerin Victoria Kleinfelder-Cibis viel gelernt. Nur je drei Stunden an ein paar Tagen hatte das Paar Tanztraining, und davon ging noch Zeit für Interviews und Aufnahmen ab. Dass Erik sich schnell auf eine fremde Tanzpartnerin einstellen musste, war für ihn keine ganz neue Situation. „Auch in der Tanzschule haben wir in bestimmten Trainingseinheiten ab und an die Partnerin gewechselt“, erzählt er. Zwar sei man anfangs immer etwas schüchtern, aber mit zunehmender Übung werde man vertrauter.

Das Drumherum ist wichtig

Der Germersheimer begann mit sechs Jahren zu tanzen. Bewegung und Rhythmus liegen in der Familie. Auch Vater und Bruder teilen diese Leidenschaft. Heute tanzt Erik im TSC Saltatio im TV Mußbach und ist auf vielen Wettkämpfen unterwegs. Seine bisher besten Platzierungen: mehrfach Landesmeister und die Teilnahme am Semifinale um die deutsche Meisterschaft.

Die Teilnahme bei „Let’s Dance Kids“ war für den Zwölfjährigen eine ganz neue Erfahrung. Während es bei den Wettkämpfen rein um das Tänzerische gehe, komme es beim Showtanz auch auf das Drumherum an. „Eine große Rolle spielen Emotionen, also wie ich etwas rüberbringe“, sagt Erik. Entscheidend seien Mimik, Kostüm und andere Äußerlichkeiten. Für den trainierten Tänzer waren die Showtanzeinlagen zwar herausfordernd, aber technisch gut zu meistern. „Ich kannte schon vieles, was wir in den Shows gezeigt haben.“ Der Schwierigkeitsgrad lag bei den Shows so um sieben, getanzt habe er aber auch schon eine Neun.

Zusage im Februar

Der Schüler bewarb sich Ende 2020 um die Teilnahme an der neuen Sendung. In einer Tanzschule wurde er gefragt, ob er nicht bei „Let’s Dance Kids“ mitmachen möchte. Gesagt, getan. Bei einem Casting in der Nähe von Stuttgart setzte er sich gegen weitere Bewerber durch und erhielt im Februar die Zusage. Die Freude war riesig gewesen. „Ich bin zwar aufgeregt, aber ich freue mich auf diese neue Erfahrung“, hatte Erik damals gesagt.

Der junge Tänzer würde auch ein weiteres Mal bei „Let’s Dance Kids“ mitmachen. „Es war mein Traum, dabei zu sein. Ich habe viele neue Freunde gefunden“, erzählt er. Die Atmosphäre und das Betreuerteam seien „einfach super“ gewesen. Für sich selbst konnte der Gymnasiast auch einiges mitnehmen. Das freie Sprechen vor laufender Kamera und in Interviews falle ihm jetzt leichter. Anfangs sei er eher schüchtern gewesen. Die Shows seien ein gutes Training für die eigene Ausstrahlung und das Selbstbewusstsein.

Bisher wurden alle vier Shows auf der Streaming-Plattform TV Now von RTL gezeigt. Ab 16. Mai sind die Shows auch auf dem Fernsehsender RTL zu sehen.

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