Neustadt Täglich 50 Essen für Schüler
„Die sind viel zu dick, Kinners“, meint Grundschullehrerin Heidrun Schultz lachend und sortiert die Keksrohlinge von den Blechen aus, bei denen es die kleinen Bäcker der Johannes-Leonhardt-Grundschule zu gut gemeint haben. Jetzt heißt es, mit frisch gewaschenen Händen noch einmal Teig kneten und ausstechen. Die neue Schulküche mit Sitzbereich spielt eine wichtige Rolle bei Backaktionen zu besonderen Festen, aber auch bei unterrichtsbegleitenden Aktionen.
„Wir backen zum Beispiel Buchstaben. So lernen unsere Grundschüler mit allen Sinnen“, begeistert sich Schultz, die auch landestypische Rezepte aus ihrem Englischunterricht mit den Kindern spielerisch nachkocht. Eine wichtige Rolle habe die Küche im Schulablauf, findet auch Grundschulbetreuerin Gudrun Mohr, die die Schüler nach dem Unterricht und also auch die Essensausgabe ab 12.30 Uhr beaufsichtigt. Die vorgerichteten Speisen werden in modernen Wasserbadvorrichtungen aus Edelstahl warm gehalten. Allerdings sei die Schulküche mittlerweile in die Jahre gekommen, meint Mohr und weist auf wegbrechende Sockel und Rahmen hin. Auch die Geräte zeigten hin und wieder Schwächen nach mehr als zwei Jahrzehnten. In der Küche und einem Nebenraum essen zu Schulzeiten täglich mindestens 50 Kinder, deren Mahlzeiten von einem Caterer geliefert und anschließend warm gehalten werden. So habe sich die Schule sehr gefreut, als Verbandsbürgermeister Karl Schäfer eine neue Schulküche mit einer leistungsfähigen Gastro-Spülmaschine zugesagt habe, erklärt Schulleiterin Christine Brand. „In unserer Verbandsgemeinde hatten wir in Maikammer das erste umfassende Angebot mit Gemeinschaftsverpflegung, da hier der Bedarf am größten war“, meint Schäfer. Daher habe man nach eingehender Prüfung 20.000 Euro in den Haushalt für eine neue Küche mit Tischen und Stühlen eingestellt. Außerdem wird die neue Küche, die nach wie vor keine Lehrküche mit gewerblicher Ausrichtung ist, sondern in erster Linie Ausgabestelle für das Essen in der Mittagsbetreuung bleibt, erweitert. „Die Wand zum angrenzenden Raum muss herausgerissen werden“, erklärt Schäfer. Dadurch entstehe endlich ein direkter Durchgang in das kleinere Nebenzimmer, so dass sie die Schüler besser im Blick behalten könne, freut sich Mohr. Außerdem werden die Wände gestrichen und der Boden neu verlegt. Nachdem die Bauabteilung die erforderlichen Gewerke ausgeschrieben hat, geht man bei der Verwaltung von einem Einbau in den Sommerferien aus. Die Verbandsgemeinde hofft dabei auf ehrenamtliche Helfer aus dem Elternausschuss und dem Förderverein. (aew)