Neustadt Streit um Pflasterstraße

Die Dorfstraße in Iggelbach soll bei der geplanten Erneuerung gepflastert werden. Dieser Beschluss der Mitglieder des Gemeinderats Elmstein in einer Sitzung am Donnerstag löste lautstarke Proteste der knapp 20 anwesenden Anwohner aus. Sie wollen, dass die Straße asphaltiert wird.
Wie berichtet, ist die Dorfstraße in einem schlechten Zustand und soll zwischen dem Kreisel und der Abzweigung Wiesen- und Schlossgasse erneuert sowie mit einem frostsicheren Unterbau versehen werden. Die Verlegung von Betonverbundsteinpflaster sei am sinnvollsten, sagte Bürgermeister Stefan Herter (SWG). Wenn an der Straße zu einem späteren Zeitpunkt ein Stück aufgerissen werden müsse, weil beispielsweise eine Leitung kaputt sei, sei dies bei Pflastersteinen problemloser. Die Pflastersteine könnten neu verlegt werden, bei einer Asphaltdecke entstehe dagegen ein Flickwerk. Die Anwohner befürchten, dass eine gepflasterte Straße im Winter glatter sei und dass es lauter werde, wenn Autos führen. „Das wollen wir nicht, wir wollen eine Asphaltstraße“, riefen sie. Die Firma, die die Pflastersteine herstelle, habe eine Berechnung vorgelegt, dass beim Befahren einer gepflasterten Straße keine lauteren Geräusche entstünden, als dies bei einer asphaltierten Straße der Fall sei, sagte Herter. Auf Anfrage von Konrad Leising (SWG) sagte Volker Neumann, Leiter der Bauabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung Lambrecht, dass bei den Arbeiten an der Straße auch die Wasserleitungen und Hausanschlüsse sowie ein Teil der Abwasserleitungen erneuert würden. Ein Teil der Abwasserleitungen müsse nicht ausgetauscht werden. Eine Überprüfung habe ergeben, dass diese in Ordnung seien. „Das bezweifle ich“, so der Kommentar von Leising. Nach Angaben von Neumann wird das Gefälle so geändert, dass das Oberflächenwasser nicht mehr wie bisher entlang der Häuser, sondern über eine Mittelrinne abgeleitet wird. Konrad Leising regte an, Leerrohre für Internetkabel zu verlegen. Die Kosten für die Erneuerung der Dorfstraße werden auf rund 240.000 Euro geschätzt. Vor dem Beginn der Arbeiten muss der Boden untersucht, muss geprüft werden, ob es Schäden an den Häusern entlang der Straße gibt. Mit der Untersuchung des Bodens wurde das bodenmechanische Labor Gumm aus Mannheim beauftragt. Die Untersuchung wird knapp 6000 Euro kosten. Mit knapp 5000 Euro schlägt die Überprüfung der Gebäude zu Buche. Damit wurde das Ingenieurbüro Meier, Deidesheim, beauftragt. Die Umleitung des Verkehrs während der Bauphase müsse noch geplant werden, sagten Herter und Neumann.