Neustadt Stadtrat will sich vor Ort ein Bild machen
Dem Bauantrag der Stadt Deidesheim zur Sanierung des Kulturhauses am Schlosspark hat der Stadtrat zugestimmt. Man sollte die Gelegenheit nutzen, bei den anstehenden Bauarbeiten an der ehemaligen Synagoge einige bisher nicht optimale Details zu verbessern, meinte Franz-Josef Ratter (Grüne). Stadtbürgermeister Manfred Dörr (CDU) schlug dazu eine Ortsbegehung vor.
Der Stadtrat könne sich noch rechtzeitig vor der anstehenden Haushaltssitzung neben dem Kulturhaus auch die anderen Gebäude der Stadt ansehen, um zu besprechen, was möglicherweise an Investitionen erforderlich sei. Das seien die Stadthalle, die Sport- und Spielhalle und die ehemalige Reithalle. Achim Schulze (SPD) wies bei der jüngsten Stadtratssitzung darauf hin, dass beim Brand in der ehemaligen Synagoge vom 21. August auch die Einrichtung gelitten habe. Dörr kündigte an, mit der Versicherung abzuklären, was außer dem Dachstuhl noch kaputtgegangen sei und wie die Behebung des Schadens finanziert werde. Er wolle das auch mit dem Freundeskreis ehemalige Synagoge abstimmen, der ebenso wie die Stadt das Kulturhaus für diverse Veranstaltungen nutzt. Wann die Sanierung umgesetzt werde, könne er derzeit nicht sagen, so Dörr bei der Stadtratssitzung. So habe er zum Beispiel noch keine offizielle Auskunft der Polizei zur Brandursache. Neben der Versicherung sei auch die untere Denkmalbehörde zu beteiligen. Klar ist aber bereits, dass das komplett zerstörte Dach der Synagoge wie zuvor aufgebaut werden soll: als Walmdach mit einer Firsthöhe von 9,72 Metern und einer Traufhöhe von 6,20 Metern. Da nur der bisherige Zustand des Gebäudes wiederhergestellt werden soll, hat auch der für Bauangelegenheiten zuständige Fachbereich der Verbandsgemeindeverwaltung keinerlei Bedenken. |ff