Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Stadtradeln: Zum Abschluss Tour zu Gefahrenstellen in Weindörfern

Vier Radelstars und Rainer Grun-Marquardt (links) machten sich auf den Weg durch die Weindörfer. Gabriele Schattet verdeckt im H
Vier Radelstars und Rainer Grun-Marquardt (links) machten sich auf den Weg durch die Weindörfer. Gabriele Schattet verdeckt im Hintergrund.

Bei der Abschlusstour des Stadtradelns am Freitag von Neustadt durch die Weindörfer blieben die Radexperten unter sich. Das Ziel: für Radfahrer problematische Stellen anfahren. Und von denen gab es einige.

Neben vier der fünf Radelstars war auch Rainer Grun-Marquardt, Stadtratsmitglied der Grünen und Mitorganisator der Rad-Aktion „Critical Mass“, beim kleinen Finale des Stadtradelns dabei. Landtagsabgeordneter Dirk Herber (CDU) war terminlich verhindert. Gabriele Schattat (FWG), Michael Landgraf (SPD), Umweltdezernentin Waltraud Blarr (Grüne) sowie der Organisator der Abschlusstour, Florian Hofmann (Grüne), füllten ihr Radelkonto mit weiteren 32 Kilometern auf.

Hofmann hatte mit der Rundfahrt zwei Aspekte im Blick: „Die Radelstars sollen mal aus ihrem eigenen Radrevier herauskommen und die Ortsteile mit ihren Problemstellen erreichen.“ Knackpunkte gab es einige, wie er schon bei seiner vorbereitenden Tour feststellen musste. So endet bei der sanierten Dammstraße der Radstreifen „im Nirgendwo“. „Und dazu noch an einer unübersichtlichen Kurve mit unklarem Querungsverlauf“, so Hofmann.

Gefährliche Kreuzung

Ein bereits oft angeprangerter Gefahrenpunkt ist der westliche Ausgang Lachen-Speyerdorfs vor der Autobahnbrücke. Hier monieren die Radler: „Der Radweg ist zu schmal für Gegenverkehr. Es fehlt ein Schild ,Achtung Gefahr’.“ Die Querung der Straße aus dem Süden in Richtung Osten parallel zur Autobahn sei für Radler wegen des hohen Verkehrsaufkommens manchmal sehr mühsam. Blarr, die fast täglich die Brücke Richtung Neustadt nutzt, sieht in der fehlenden Beleuchtung einen weiteren Risikofaktor. „Man fühlt sich in der Dunkelheit noch unsicherer. Die Verkehrsabteilung ist zwar am Thema Radweg dran, aber der Aspekt Beleuchtung wurde bislang noch gar nicht ins Spiel gebracht.“

Auch beim Überqueren der Branchweilerhofstraße Richtung Mußbacher Kreisel in der Nähe des Reitclubs treffen die Radler auf Probleme. Dort gibt es zwar einen Zebrastreifen, aber selbst „Absteiger“ und damit Fußgänger werden oft von Autofahrern ignoriert. „Hier sollten die Autofahrer mit einem Schild auf Radler aufmerksam gemacht werden“, sagt Hofmann. Dabei sei es gar nicht Sinn der Sache, dass Radler absteigen: „Sie müssten die Kreuzung fahrend nutzen können, aber die Autos sind oft zu schnell.“

Landgraf Spitzenreiter mit 1100 Kilometer

Die vier Radelstars der Abschlusstour können auf eine stramme Leistung in den vergangenen drei Wochen zurückblicken. Schattat und Blarr kommen auf rund 500 Kilometer, Hofmann bilanziert 750 Kilometer. Landgraf war besonders ehrgeizig: Er hat mit Pedelec und Tourenrad rund 1100 Kilometer bewältigt.

Zur Sache

Die Aktion „Stadtradeln – Radeln für ein gutes Klima“ endete am vergangenen Freitag nach drei Wochen. 1016 Radfahrer sind während dieser Zeit in 89 Teams 215.880 Kilometer gefahren – das ist ein klarer Anstieg im Vergleich zu den 120.625 Kilometern vom Stadtradeln im vergangenen Jahr. Dieses Jahr sparten die Radler dadurch rund 32 Tonnen Kohlenstoffdioxid ein.
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