Neustadt Stadtleben: Pendlerin mit Herz für Neustadt
Es ist für Neustadt ein Verlust und ein Gewinn zugleich: Maria Heine (50), die Krankenhaus-Oberin des Hetzelstifts, ist vom Trierer Bischof Stephan Ackermann in den fünfköpfigen Vorstand der Marienhaus-Stiftung berufen worden. Bis Sommer 2017 wird sie in Personalunion beide Tätigkeiten ausüben. Dann soll das Hetzelstift eine neue Chefin der Schwesterschaft bekommen und Heine ganz einsteigen in die operative Führung eines der größten Krankenhausträgers Deutschlands. Die gelernte Krankenschwester und Diplom-Theologin aus dem Sauerland kam 2011 nach Neustadt, als erste weltliche Oberin des Hetzelstiftes, das dem Orden der Franziskanerinnen von Waldbreitbach gehört. Zuvor war sie Krankenhausseelsorgerin in Münster, nach dem sie auf dem zweiten Bildungsweg ihr Abitur machte und berufsbegleitend studierte. Jetzt steigt sie erneut auf. Zur Marienhaus-Stiftung gehören unter anderem 20 Krankenhäuser, 29 Altem- und Pflegeheime, neun Hospize und fünf Kinder- und Jugendeinrichtungen. Die passionierte Seglerin ist die erste weltliche Frau im fünfköpfigen Stiftungsvorstand. „Es kann dem Hetzelstift nicht schaden, dass wir künftig im Vorstand eine Expertin sitzen haben, die über das Haus in Neustadt fast alles weiß“, freut sich Jens Nily, der kaufmännische Geschäftsführer der Neustadter Klinik, über die Beförderung seiner Kollegin. Und Heine lässt nicht unerwähnt, dass sie sich mit sehr viel Herzblut weiter für das Hetzelstift einsetzen werde. Hinzu kommt, dass sie vorerst trotz der über zweistündigen Fahrtzeit nach Waldbreitbach bei Neuwied in Neustadt wohnen bleibt: „Ich habe eine solch tolle Wohnung, ich genieße die vielen Sonnenstunden von Neustadt und vor allem die Nähe nach Frankreich“, will sie erstmal pendeln. |wkr