Neustadt Stadtleben: Neue Mappen für den Notfall

1300 neue Notfallmappen gibt es.
1300 neue Notfallmappen gibt es.

Jeden kann zu jeder Zeit ein Notfall ereilen – und zwar egal, welchen Alters. Mit der in zweiter Auflage erschienenen Notfallmappe der Stadtverwaltung sollen wichtige persönliche sowie medizinische Daten daher immer griffbereit sein. Beispiel Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer: Als es bei ihm zu Hause vor einigen Wochen brannte, habe er anschließend händeringend nach den Unterlagen der Hausratsversicherung gesucht. In der Notfallmappe, so die zuständige Abteilungsleiterin Sandra Gröschel-Krämer, sollen alle Daten auf einen Blick ersichtlich sein. Neu gegenüber der Erstauflage ist der Schwerpunkt Gesundheit. Für Diabetiker ist ein Notfallausweis enthalten, der im Geldbeutel aufbewahrt werden kann. Ebenfalls neu: Eine Infoseite „Mein Haustier“ mit Hinweisen dazu, wo Bello, Mietze und Co. im Notfall untergebracht werden können, welches Futter auf dem Speiseplan steht und wer der Tierarzt ist. Egal ob Informationen zu Vorsorgevollmacht, Patienten-, Betreuungs- und Organspendeverfügungen, ärztlichen Behandlungen, Medikamenten oder Nachlassangelegenheiten, „die Vordrucke sind allesamt standardisiert“, betont Gröschel-Krämer. Und das ganz einfach, um den Patientenwillen im Ernstfall auch wirklich nachvollziehen zu können. „Leider gehen wir oft sorglos mit diesen wichtigen Daten um“, so Röthlingshöfer. Er erinnere daher auch gerne daran, dass die Notfallmappe bereits mit dem Eintritt in die Volljährigkeit sinnvoll sei. Nachdem die Resonanz auf die Erstauflage ab Oktober 2016 enorm war und die Stadt binnen kurzer Zeit einen Nachdruck in Auftrag geben musste, ist Auflage Nummer zwei nun in einer Stückzahl von 1300 Exemplaren erhältlich. Etwas weniger als beim ersten Mal (da waren es 1500 und 500 im Nachdruck), weil sich diesmal weniger Sponsoren gefunden haben. Die Notfallmappe ist kostenlos bei den Betreuungsbehörden der Stadt in der Konrad-Adenauer-Straße 43, im Rathaus, im Bürgerbüro, bei der Volkshochschule, im Mehrgenerationenhaus, in der Bürgerecke und beim Seniorenbeirat zu haben.

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