Neustadt Stadtleben: Ja, mir san mit’m Radel da

Er soll kräftig gestrampelt werden.
Er soll kräftig gestrampelt werden.

Fast 60 Millionen gefahrene Kilometer und damit eine Vermeidung von knapp 8,5 Millionen Kilogramm CO2 im Vergleich zu Autofahrten: Das sind die Ergebnisse der Kampagne „Stadtradeln“ im Jahr 2018. Fast 300.000 Radfahrer aus rund 900 Kommunen hatten mitgemacht. Neustadt war nicht am Start – das soll sich in diesem Jahr aber ändern, wie die städtische Beigeordnete Waltraud Blarr (Grüne) mitteilt. Die Kampagne des Klima-Bündnisses soll einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und ein Zeichen für die Radförderung in Städten und Gemeinden setzen. Das wünschen sich nicht wenige Menschen auch in Neustadt – das gemeinhin nicht gerade als besonders radfahrerfreundliche Kommune gilt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Auch deshalb soll in einem 21-tägigen Aktionszeitraum kräftig in die Pedale getreten werden. Schulen, Vereine, Unternehmen und natürlich die Bürger sind zur Teilnahme aufgerufen und sollen während der Kampagne möglichst viele Kilometer mit dem Rad zurücklegen, ob privat oder beruflich. Und: „Die Teilnahme von Kommunalpolitikern ist besonders erwünscht“, so Blarr. Ob dann beispielsweise SPD-Mann Claus Schick seinen Motorroller in Lachen-Speyerdorf stehen lässt und mit dem Drahtesel nach Neustadt kommt? Vielleicht wird ja sogar die Dienstkarosse von Oberbürgermeister Marc Weigel hin und wieder im Rathaushof stehen bleiben ... Gestartet wird die Aktion am Weinstraßentag (25. August) – sehr praktisch, da können gleich mal etliche Kilometer abgestrampelt werden. In Kooperation mit dem Radverkehrsbeauftragten Arnold Merkel ist außerdem ein „Radel-Aktionstag“ mit Radtouren, Infoständen und Podiumsdiskussionen angedacht. Die Teilnahme an der Kampagne ist Bestandteil des mit dem Klimaschutzkonzept beschlossenen Maßnahmenkatalogs. Wer sich schon mal einlesen will, findet unter www.stadtradeln.de viele Infos.

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