Neustadt Stadt erhofft Zuschuss für Schlossgraben

Placeholder-Image

Die Stadt Deidesheim will bei der Landesdenkmalbehörde Generaldirektion Kulturelles Erbe einen Zuschuss für die Sanierung des Schlossgrabens beantragen. Dazu muss sie aber zunächst eine ausführliche Aufstellung der voraussichtlichen Kosten liefern.

Deshalb hat der Stadtrat in nicht öffentlicher Sitzung ein Fachbüro mit der Zusammenstellung beauftragt. Dies teilte Stadtbürgermeister Manfred Dörr auf Anfrage mit. Der Schlossgraben ist seit April 2013 im westlichen Teil aus Sicherheitsgründen gesperrt, weil es Schäden am Gemäuer gibt. An mehreren Stellen gibt es Risse und die Mauer drückt in Richtung Graben. Ein Ingenieurbüro hat Vorschläge zur Sanierung gemacht. Saniert werden muss nicht nur die Mauer, sondern auch der Teil des Burgwegs, der von der Brücke in der Schlossstraße oberhalb der Mauer nach Westen führt. Die Schäden am historischen Gemäuer rühren auch vom Wasser her, das von angrenzenden Gebäuden auf den Burgweg läuft und von dort unkontrolliert abfließt. Nach derzeitigem Stand wird die Sanierung rund 339.000 Euro kosten, informierte Dörr. Ohne auch nur mit der Sanierung begonnen zu haben, muss die Stadt schon Tausende von Euro ausgeben für die Voruntersuchung und den Auftrag für die Kostenzusammenstellung . „Wir hoffen, dass wir einen deutlich höheren Zuschuss bekommen“, sagt Dörr im Hinblick auf diese finanziellen Vorleistungen der Stadt. Über die Sanierung solle erst entschieden werden, wenn Klarheit darüber herrsche, ob und in welcher Höhe ein Zuschuss fließt. Die Hoffnung, von der Denkmalpflege unterstützt zu werden, gründet in der Tatsache, dass der Schlossgraben zu den ältesten Teilen der Stadt gehört. Er gehörte im Mittelalter zu der wehrhaften Schlossanlage, die im 14. Jahrhundert mit der neu angelegten Stadtbefestigung von Deidesheim verbunden wurde. Auch der mittelalterliche Turm, der als Residenz des jeweiligen Deidesheimer Turmschreibers dient, befindet sich darin. Der Schlossgraben ist heute als Park angelegt. Genutzt wurde er unter anderem auch für für die Weinpräsentation der Winzergruppe „Wine Changes“ an Pfingsten. (ff)

x