St Martin
St. Martin: Junge Kantorei plant 2020 gleich eine ganze Reihe von Großprojekten
rstes Großprojekt der „Jungen Kantorei“ ist die „Carmina Burana“ von Carl Orff als Jubiläumskonzert gemeinsam mit der „Kölner Kurrende“ zu deren 50-jährigem Bestehen. Die Chöre treten zusammen mit Solisten, dem Europäischen Kammerchor und den Bochumer Sinfonikern unter Leitung von Michael Reif am 1. März in der Kölner Philharmonie auf. „Wir fahren mit 40 Kindern und Jugendlichen sowie 85 Angehörigen und Freunden am 29. Februar mit dem Doppeldecker-Bus nach Köln zur Generalprobe, nach dem Konzert treten wir wieder den Rückweg an. Alle sind schon sehr gespannt und hochmotiviert“, freut sich Chorleiterin Ute Hormuth.
„Carmina Burana“ auch in St. Martin zu hören
Zur Vorbereitung und als wichtige Hauptprobe für die Kinder und Jugendlichen der Klassen 3 bis 9 findet am Sonntag, 16. Februar, um 17 Uhr in St. Martin ein „Werkstattkonzert“ in der katholischen Kirche statt. „Die Kölner Kurrende und der Europäische Kammerchor kommen zu uns, wir werden das Werk gemeinsam mit einer Pianistin und drei Solisten aufführen. Dirigent Michael Reif wird das Stück vorstellen und erklären“, so Hormuth. Im November starteten die Kinder mit den Proben, intensiv wird nun seit Anfang des Jahres geübt, damit die Ragazzi-Parts der szenischen Kantate sitzen.
Große Freude auf gigantische Klänge im Dom
Weitere Schwerpunkte sind zwei Auftritte im Speyerer Dom. Zunächst gestalten der Kinder- und Jugendchor, das Jugendchor-Ensemble und der Adhoc-Chor der Jungen Kantorei St. Martin das Kapitelamt am Sonntag, 10. Mai, mit der „Kleinen Orgelsolomesse“ von Joseph Haydn. Beim Pontifikalamt am Sonntag, 23. August, führt man gemeinsam mit dem Nachwuchs der „Dommusik Speyer“ die Messe „Fidem Cantemus“ des zeitgenössischen Komponisten Christian Matthias Heiß, Domkapellmeister in Eichstätt, auf. „Das wird gigantisch, weit über 100 Kinder und Jugendliche wirken mit“, meint Hormuth, die als Chorbildnerin der Klosterschule St. Magdalena Speyer gleichermaßen mit jungen Akteuren der „Dommusik“ übt.
Partnerschaftsmesse, „Gipfeltreffen“ und Musical
Dazwischen widmet sich die Kantorei der Messgestaltung vor Ort in St. Martin. Am Sonntag, 29. März, 10.30 Uhr, singt man im Misereor-Gottesdienst, einer Festveranstaltung mit Vertretern der Partnergemeinde Chassagne-Montrachet aus Burgund. Es folgt am Sonntag, 19. April, 10 Uhr, die Umrahmung der Erstkommunion. Ute Hormuth und ihre Chorgruppen laden weiterhin zum offenen Singen beim „Gipfeltreffen“ der Pfarrei Heilige Anna am Dreifaltigkeitssonntag, 7. Juni, 14 Uhr, in der Annakapelle Burrweiler ein. „Am Nachmittag werden diverse Workshops angeboten. Wir sind vor Jahren schon einmal dabei, die Kapelle bietet eine tolle Atmosphäre.“ Beim Jubiläumsfest der Diakonissen-Pflegeeinrichtung Bethesda in Landau am Sonntag, 28. Juni, 10.15 Uhr, führt die Junge Kantorei im Gottesdienst das Musical „Kein Platz im Wunderteich“ von Klaus Wallrath auf, mit dem sie bereits 2018 in St. Martin begeisterte.
Auftritte mit dem Calmus-Ensemble aus Leipzig
„Beschließen werden wir das Jahr 2020 mit zwei Workshops und Konzerten mit dem Calmus-Ensemble aus Leipzig“, führt Hormuth aus. Zum einen führt das Ensemble am Freitag, 29. Oktober, einen Workshop mit den Chorklassen der Gebrüder-Ullrich-Realschule plus aus Maikammer-Hambach durch. „Hierbei geht es um mehr Toleranz unter den Völkern, mehr Verständnis füreinander und gegen Fremdenhass.“ Es werden Volkslieder aus Deutschland und Skandinavien einstudiert, passend zum Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2020, „Kompass Europa: Nordlichter“. Beim Calmus-Konzert am Abend sind die erarbeiteten Songs zu hören, auch der Kinderchor der Jungen Kantorei ist mit dabei. Hormuth erklärt: „Als Veranstaltungsort für das Konzert wünschen wir uns das Hambacher Schloss. Das würde zur Thematik optimal passen. Derzeit sind wir aber noch auf der Suche nach Unterstützung und Sponsoren, um dies zu verwirklichen.“
Am zweiten Workshoptag, Samstag, 30. Oktober, arbeitet Calmus mit dem Kinderchor, dem Jugendchor, dem Jugendchor-Ensemble und dem Ad-hoc-Chor an christlichen Werken aus Europa. Auch hier liegt der Fokus auf „Nordlichtern“. Abends gestalten Calmus und die Junge Kantorei ein geistliches Konzert in der katholischen Kirche St. Peter und Paul in Edesheim. Ludwig Böhme, Mitbegründer und musikalischer Leiter des Leipziger Vokalquintetts, wird deshalb bereits im März nach St. Martin reisen, um mit der Chorleitung neue Ideen und Arrangements zu besprechen. „Wir arbeiten nun zum dritten Mal mit Calmus zusammen, Böhme hat schon einige Lieder eigens für unseren Chor arrangiert. Es hat sich dabei eine tolle Freundschaft entwickelt“, betont die Chorleiterin.