Neustadt St. Martin/Edenkoben: Winzer helfen mit „Mantelstück“ nach dem Vorbild St. Martins
Die Aktion „St. Martins Mantelstück“, lebt wieder auf. Damit haben St. Martiner Winzer über Jahrzehnte hinweg Hilfsprojekte in aller Welt unterstützt. Das Weinkontor in Edenkoben hat sie neu aufgelegt. Zwei Weine des Jahrgangs 2015 beziehungsweise 2016 wurden am Donnerstag als „action mantelstück“ vorgestellt. Ehrengast war dabei Otto Georgens, der Weihbischof des Bistums Speyer. Die ursprüngliche Aktion war von dem Winzer Anton Kiefer aus St. Martin vor 60 Jahren als Hilfsprojekt für Not leidende Menschen ins Leben gerufen worden. Winzer aus St. Martin bewirtschafteten die Weinberge ehrenamtlich, der Erlös aus dem Verkauf der Weine wurde gespendet. In den Jahren 1960 bis 2010 summierten sich die Reinerlöse auf 535.000 Euro. Mit dem Geld wurden unter anderem Projekte der Aidshilfe im Sudan und in Tansania, Ausbildungsprojekte in Indien, Bolivien und im Gazastreifen, die Obdachlosenhilfe der Caritas oder der Förderverein für krebskranke Kinder unterstützt. Die Rebflächen kamen im Jahr 2000 mit der Verschmelzung der Winzergenossenschaften St. Martin und Edenkoben in den Besitz des heutigen Weinkontors in Edenkoben. Nach der Flurbereinigung in St. Martin im Jahr 2009 waren diese Weinberge dann allerdings nicht mehr nutzbar. Im vergangenen Jahr wurde das Hilfsprojekt vom Weinkontor wieder aufgegriffen. Das Etikett der 2015er Spätburgunder Spätlese trocken und der 2016er Riesling Spätlese trocken zeigt den heiligen Martin Der Erlös aus dem Weinverkauf soll für verschiedene Hilfsprojekte verwandt werden.