Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel St. Martin: Baumhaus für Feriengäste eröffnet

Alles aus Holz: Gäste können im Baumhaus im Kuckucksweg nächtigen.
Alles aus Holz: Gäste können im Baumhaus im Kuckucksweg nächtigen. Foto: LM

Urlaub inmitten der Natur – das ist die Idee, die hinter dem Baumhaus steckt, das am St. Martiner Waldrand kurz vor seiner Fertigstellung steht. Im Dezember ziehen die ersten Feriengäste ein, bis dahin müssen Simone und Matthias Holländer mit dem Feinschliff fertig sein.

Geboren wurde die Idee des Paars aus Lachen-Speyerdorf 2017, als sie Urlaub in einem Baumhaus im Chiemgau machten: „Wir waren so fasziniert von der Atmosphäre, dass wir bei uns in der Nähe etwas Ähnliches auf die Beine stellen wollten“, sagt Simone Holländer, die an ihrem Wohnort ein Reisebüro betreibt und künftig die Buchungen abwickelt. Er – von Haus aus Techniker bei der BASF – wird sich um die An- und Abreise der Gäste kümmern und in die Rolle des Hausmeisters für das kleine Anwesen im Kuckucksweg schlüpfen.

1400 Quadratmeter großes Grundstück

Mehr als 20 Kubikmeter Holz und eine Tonne Stahl für die Verbindungsteile haben die Holländers verbaut, viel Eigenleistung und einen nennenswerten sechsstelligen Geldbetrag in ihr zukünftiges zweites berufliches Standbein investiert. „Wir sind direkt nach unserem Urlaub auf die Suche nach einem geeigneten Grundstück gegangen und dann relativ schnell in St. Martin fündig geworden“, berichtet Simone Holländer. Planung, Genehmigung und Vorarbeiten hätten einige Zeit in Anspruch genommen, auch sei die Erschließung des 1400 Quadratmeter großen Grundstücks nicht einfach gewesen. „Aber ich bin sicher, dass wir einen optimalen Standort gefunden haben“, sagt Holländer – schließlich sei der Tourismus in St. Martin ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Sieben Meter hoch

Von außen ist das Holzhaus, das an seiner höchsten Stelle sieben Meter in die Baumwipfel ragt, fertig, derzeit arbeitet Matthias Holländer mit seine Vater am Innenausbau. Den Rohbau hat eine Zimmerei aus Geinsheim aufgestellt, zusammengearbeitet wurde außerdem mit einer Schreinerei aus Maikammer. Entstanden ist ein Häuschen mit rund 60 Quadratmetern Wohnfläche, in dem bis zu sechs Gäste einen komfortablen Unterschlupf mit Bad, Küchenzeile und einem 55 Quadratmeter großen, rundumlaufenden Balkon finden, von dem aus sich ein famoser Blick in die Rheinebene bietet. Dort kann man übrigens auch übernachten: „Man kann das Bett aus dem Schlafzimmer problemlos nach draußen schieben“, erklärt Simone Holländer eine der charmanten Besonderheiten des Baumhauses.

Verzicht auf Fernseher, Radio, Internet

Alle Möbel sind aus unbehandeltem Holz, und weil die Holländers ihren Gästen ein besonders ruhiges Urlaubserlebnis bieten wollen, wird bewusst auf Fernseher, Radio und Internet verzichtet. „Das ist so ein toller Platz, da braucht man das alles nicht“, sind sie überzeugt. Und falls doch: Trotz der ruhigen Lage am Waldrand sind Bäcker, Metzger und Gastronomie zu Fuß oder mit dem Fahrrad in wenigen Minuten erreichbar.

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www.baumhaus-sankt-martin.de

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