Neustadt
Sportpark auf Landesgartenschau-Gelände: Vereine als Paten?
Anne Pieper, Geschäftsführerin der Landesgartenschaugesellschaft, informierte in der Versammlung über „erste Ideen“ zum Sport auf der Landesgartenschau (LGS) 2028: „Sportevents sind ein großer Bestandteil.“ Sie stellte die Sportlandschaft unter anderem mit Sportpavillon, Duschen, Umkleiden, Trinkbrunnen, Naturrasen-Spielfeld, Mehrfachspielfeld, Boulderwand, 3x3-Spielfeldern, Tischtennisplatten vor. Anne Pieper zum Zeitplan: „Ende des Jahres wird der Sportpavillon stehen. Im Juni feiern wir Richtfest.“ Es gebe keinen Bauverzug im Sportpark. Die Sportlandschaft werde am Fuße des Hügels angelegt, „wo früher der VfL Neustadt war“.
Boule auf der Welsch-Terrasse
2028 sollten „gerne auch an jedem Tag“ Sportveranstaltungen stattfinden, sagte Pieper und nannte Ideen wie Laufradrennen, Sommerbiathlon, Kreissporttag, Yoga, 3x3-Turnieren und offene Ballschule. Beach-Handball mit den Rhein-Neckar-Löwen, eine Woche des Tanzes in der ersten Mai-Woche seien geplant. Auf der Welsch-Terrasse, die ebenfalls Teil der LGS sein wird, soll laut Pieper Boule angeboten werden: „Es passt hierher und wurde auch verstärkt nachgefragt.“
Höhe der Eintrittspreise noch nicht beschlossen
Vereinsvertreter wollten wissen, ob es Eintritt koste, um zum Sportpark zu kommen. „Der Sportpark ist Teil der Landesgartenschau“, antwortete die Geschäftsführerin. Man könne davon ausgehen, dass eine Dauerkarte 165 Euro, ein Einzelticket nicht unter 24 Euro koste. Pieper: „Aber dazu fehlt noch ein Stadtratsbeschluss.“ Er gehe davon aus, dass Neustadter eine Dauerkarte haben werden, sagte Oberbürgermeister Marc Weigel: „Da stellt sich diese Frage gar nicht.“ Seien Mitglieder aus Sportvereinen an bestimmten Tagen der LGS allerdings aktiv an Veranstaltungen beteiligt, so Pieper, „zahlen sie dann keinen Eintritt“.
Ebenso wollten die Vereine wissen, ob der Sportpark eingezäunt werde. „Wir müssen gucken, ob das Sportgelände nach der Gartenschau abgegrenzt wird“, überlegte Marc Weigel. „Sonst besteht ein gewisses Risiko an Vandalismus“, ergänzte Armin Deitersen, Beisitzer im Sportverband Neustadt.
Patenschaften für einzelne Sportanlagen
Karl-Heinz Schallmo, Pressewart des Sportverbandes, wünscht sich, „dass Vereine nach der Landesgartenschau Patenschaften für die verschiedenen Sportanlagen übernehmen“. Constantin Beck-Burak, Fachbereichsleiter im Ressort Bildung, Kultur und Sport, nannte dies „eine hervorragende Idee“. Er verwies auf Worte von Oberbürgermeister Marc Weigel: „Wir werden kein zusätzliches Personal einstellen.“
Eine Umfrage des Sportverbandes unter den 61 Neustadter Sportvereinen hat ergeben, dass die Clubs an Informationen über den Sportpark auf dem Gelände der Landesgartenschau interessiert sind. Um dort aber 2028 aktiv Sportangebote umzusetzen, wünschten sich viele Vereine „zuerst konkretere Informationen, bevor sie sich beteiligen“. „Ich mache gerne eine Führung für die Sportvereine“, bot Anne Pieper an, den Neustadter Clubs das Gelände zu zeigen.