Neustadt Sport gut für Integration

Sozialdezernent Ingo Röthlingshöfer, der bis zur jüngsten Kommunalwahl auch als Sportdezernent verantwortlich war, ist „fest davon überzeugt, dass Sport eine wichtige Funktion bei der Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern sein kann und angesichts der großen Herausforderungen auch muss“. Röthlingshöfer hat allerdings bislang noch keine Übersicht über die aktuellen Integrationsprojekte der hiesigen Sportvereine vorliegen. Er hofft, dass sich der Stadtverband für Sport der Thematik annehmen kann. Michael Leim, Vorsitzender des Neustadter Sportverbandes, hat sich dazu ebenfalls schon Gedanken gemacht. „Bislang ist von Sportvereinen noch nichts an uns herangetragen worden. Aber es ist eine spannende Sache. Ich weiß nur noch nicht, wie wir das angehen werden“, so Leim. Als Sportverband könne man nur anregend darauf hinwirken, die Teilnahme am Training zu ermöglichen. Und er betont: „Es muss kein separates Training sein, sondern sollte der echten Integration dienen und im normalen Rahmen der Übungseinheiten ablaufen.“ Er ist überzeugt, dass es bei den Sportlern eine Selbstverständlichkeit sei, mit Migranten zu spielen. Da gebe es keine Berührungsängste. Zur Problematik der Unfallversicherung während der Trainingsstunden kann er Entwarnung geben: „Die Teilnehmer sind automatisch kostenlos haftpflicht- sowie unfallversichert, wie der Versicherer des Sportbundes Pfalz auf Anfrage mitteilt.“ Es muss somit keine gesonderte Meldung einer Mitgliedschaft erfolgen. Leim betont: „Das ist ein gutes Signal, wie der Sport mit der Integration umgeht.“ (kle)