Neustadt Spielgeräte jetzt altersgerecht

„Danke für den schönen Hort“: die „Kastanienstrolche“ beim gestrigen Ständchen.
»Danke für den schönen Hort«: die »Kastanienstrolche« beim gestrigen Ständchen.

Die Hortkinder „Kastanienstrolche“ haben sich gestern über neue Spielgeräte in der Außenanlage an der Mußbacher Grundschule gefreut. „Danke für den schönen Hort“ sangen sie bei der offiziellen Übergabe durch Bürgermeister und Sozialdezernent Ingo Röthlingshöfer.

Röthlingshöfer

betonte, dass es aktuell in Neustadt 650 Plätze in den Betreuenden Grundschulen sowie 100 Hortplätze gebe. Das Ziel der Stadt laute: „In den kommenden Jahren das Angebot bedarfsgerecht weiter auszubauen.“ Die Nachfrage nach Betreuung ist tatsächlich hoch, wie Hortleiter Malte Mattern erklärte. Die aktuell 40 Plätze in Mußbach seien für das kommende Schuljahr bereits alle vergeben. Der Unterschied zwischen Hort und Betreuender Grundschule liegt vor allem in der Aufsicht durch das pädagogische Fachpersonal im Hort. Außerdem hat der Hort auch während insgesamt acht Ferienwochen geöffnet. „Die Zusammenarbeit mit der Grundschule und Rektor Lars Linder ist sehr eng. Bei pädagogischen Problemen sind die Eltern und die Lehrer Ansprechpartner“, so Mattern. Der Hort besteht seit den 90er Jahren. Zuvor war in dem Gebäude ein Kindergarten untergebracht. „Uns war jetzt wichtig, dass die Spielgeräte altersgerecht für Schulkinder angepasst werden. Unsere Aufgabe ist es, die Freizeit der Kinder zu gestalten, deren Eltern alle berufstätig sind“, erläuterte der Hortleiter. Die Eltern zahlen für diese Betreuung einen einkommensabhängigen Beitrag von bis zu 130 Euro monatlich. Das Mittagessen wird für alle Eltern mit 40 Euro pauschal berechnet. Rund 25.000 Euro kosteten der neue Kletterturm, die Sandkastenumrandung und das bodentiefe Trampolin. Hinaus ins Freie geht es aber erst nach Mittagessen und Hausaufgaben. „Für die Hausaufgaben planen wir rund 60 Minuten ein. Länger sollten sie in der Grundschule auch nicht dauern. Die Übungen zum Lesen oder für Klassenarbeiten müssen zuhause allerdings dann die Eltern noch übernehmen, das können wir bei 20 Kindern je Gruppe nicht individuell leisten“, erklärte Mattern. Die fünf Erzieher machen nach getaner Schularbeit für die Kinder verschiedene Kreativangebote. Für Sabrina König, Vorsitzende des Elternausschusses, hat der Hortplatz eine große Bedeutung. Sie sagte: „Wir sind beide berufstätig. Wir brauchen den Hort für unsere siebenjährige Tochter Elena.“ König lobte die gute Kommunikation mit den Erziehern. So wisse sie immer, wie sich ihr Kind fühle, und werde informiert, wenn einmal etwas nicht so gut klappen würde. Das neue Außengelände wurde dann auch von den Kindern begeistert angenommen. „Toll, dass wir einen neuen Kletterturm haben, und das Trampolin ist auch super“, meinte die achtjährige Marie und strahlte. Der gleichaltrige Mathis ergänzte allerdings, dass er bei schlechtem Wetter aber auch gerne in der Turnhalle spiele. Dort könne er aus Matten und Softbausteinen bauen. Für Jule war das gestrige Einweihungsfest mit Eltern und leckerem Kuchen wichtig. Aber auch die jahreszeitlichen Feste werden im Hort gefeiert, wie sie verriet. „Ich mag alle Feiern wie Fasching, Halloween, Ostern oder Nikolaus.“

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