Neustadt Sparkasse: 50 Kunden haben bisher gekündigt

Ludwigshafen/Speyer. Die Sparkasse Vorderpfalz hat am Montag mit der Umwandlung ihrer Filial-Standorte begonnen.
Bis November sollen die Veränderungen im Netz der bislang 61 Geschäftsstellen abgeschlossen sein, sagte der Vorstandsmitglied Clemens G. Schnell. Die dann nur noch 49 Standorte in Ludwigshafen, Speyer und dem Rhein-Pfalz-Kreis seien in langen internen Beratungen auf das veränderte Kundenverhalten abgestimmt worden, versicherte er. Der Protest gegen die zwölf Standortschließungen bis 2017 habe sich in Grenzen gehalten, erklärte er. Schnell verwies auf „300 Anrufe auf der Telefon-Hotline“, von denen allerdings „rund die Hälfte“ nur veränderte Schließfachstandorte und Nachfragen nach dem Verbleib der Kundenberater betroffen hätten. 50 Kunden kehrten der Sparkasse Vorderpfalz den Rücken, was einem Verlust von 3,1 Millionen Euro an Spareinlagen und 100.000 Euro Wertpapiervolumen entspreche. Aber in Gesprächen mit Bürgerinitiativen und anderen Gremien wie Seniorenräten, die anfangs alle mit einer gewissen negativen Grundstimmung gekommen seien, habe es am Ende auch „ein gewisses Verständnis für unsere Belange“ gegeben, so Schnell. Demnach lassen sich neun Geschäftsstellen sowie drei SB-Standorte nicht mehr auf wirtschaftlicher Basis betreiben. Elf Geschäftsstellen werden in Selbstbedienungsstandorte umgewandelt (wir berichteten mehrfach). Trotzdem habe die Geschäftsstelle als solche eine Zukunft, betonte Clemens G. Schnell. Sie werde jedoch weniger ein Ort für reine Abwicklungsaufgaben und Transaktionen sein, vielmehr ein Ort intensiver Beratung. Ein zentrales Service-Center wird ab November rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche per Telefon, E-Mail und Chat für Kunden erreichbar sein. Im Betriebsergebnis von 32,9 Millionen hinkt die Sparkasse Vorderpfalz dem geplanten Abschluss bislang um zwei Millionen Euro hinterher. „Aber wir sind zuversichtlich, dass wir den Ertrag noch erreichen werden“, sagte Schnell. |env