Neustadt Seit fast einem halben Jahr ohne Sieg

Hassloch. Obwohl der 1. FC 08 Haßloch inzwischen seit fast einem halben Jahr sieglos ist, befindet er sich immer noch im Tabellen-Mittelfeld der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz. Dies kann sich aber am Sonntag ändern, wenn die Mannschaft von 08-Trainer Christian Lederle auch ihr um 15 Uhr angesetztes Heimspiel gegen den SV Altdorf-Böbingen verlieren sollte. Ohne Druck erwartet dagegen zur gleichen Zeit Lokalrivale VfB Haßloch den SV Rot-Weiß Seebach am Eichelgarten.
Der zwölfte Tabellenplatz, den der 1. FC 08 Haßloch zehn Spieltage vor Saisonschluss belegt, würde ebenso wie Rang 13 am Ende auf jeden Fall zum Klassenverbleib reichen. Alle schlechter platzierten Teams sind jedoch angesichts der Entwicklung in der Verbandsliga Südwest gefährdet. Der Vorsprung der 08er auf den Tabellenvierzehnten beträgt fünf Punkte. Aber mit dem SV Altdorf-Böbingen tritt am Sonntag genau die Mannschaft an der Adam-Stegerwald-Straße an, die diesen Platz belegt. Die Ergebnisse des vergangenen Spieltages sprechen klar für einen Erfolg des Teams aus dem Gäu. Während Altdorf-Böbingen gegen den Tabellenzweiten FSV Schifferstadt ein 1:1 erreichte, gingen die 08er bei der ebenfalls abstiegsgefährdeten FG 08 Mutterstadt mit 0:5 unter. Es ist aber nicht nur dieses eine Ergebnis, das die Situation bei den Haßlochern so bedenklich macht: Der 1. FC 08 belegt in der Rückrundentabelle den letzten Platz, blieb in den vergangenen fünf Spielen ohne Punktgewinne und erzielte in den jüngsten sechs Begegnungen nur zwei Tore. Ein so schlechtes halbes Jahr gab es seit der Wiedergründung der 08er als eigenständiger Verein nicht einmal vor den drei Abstiegen aus der Verbandsliga 1980, 1992 und 2011 und dem aus der Bezirksliga 1983. „Ich erwarte am Sonntag eine klare Reaktion der Mannschaft“, fordert 08-Trainer Christian Lederle vor dem brisanten Abstiegsduell gegen Altdorf-Böbingen. „In Mutterstadt war ich noch bis zur Pause zufrieden, aber danach haben wir das Spiel aufgrund eigener Fehler noch deutlich verloren. Am wenigsten kann ich jedoch akzeptieren, dass sich die Mannschaft nach der Gelb-Roten Karte für André Pischulti hängen ließ“, blickt er auf die 0:5-Schlappe zurück. Inzwischen habe es viele Gespräche gegeben, auch bezüglich des Verhaltens mehrerer Spieler. „Wir haben noch neun Spiele, also sind noch 27 Punkte zu vergeben. So wie nach der Winterpause kann es jedoch nicht weitergehen“, betont Lederle. Immerhin sei außer dem aufgrund seines Platzverweises gesperrten Torben Hubach der Kader komplett. Trotz des Spielausfalls vom vergangenen Wochenende behielt der VfB Haßloch seinen fünften Tabellenplatz. Am Sonntag könnte sich die Ausgangsposition für die Lieberknecht-Elf sogar noch einmal richtig verbessern. Falls das Spitzenspiel zwischen dem FSV Schifferstadt und Fortuna Billigheim-Ingenheim mit einem Unentschieden enden und Phönix Schifferstadt bei TuS Schaidt verlieren sollte, wäre der VfB Tabellendritter und hätte den Rückstand zum Tabellenzweiten auf sechs Punkte verringert. Und das bei einem inzwischen weniger ausgetragenen Spiel. „Alles andere als ein Sieg wäre für mich eine Enttäuschung“, stellt VfB-Coach Frank Lieberknecht klar. „Wir haben in dieser Saison noch nie zwei Heimspiele nacheinander gewonnen, und diese Chance wollen wir jetzt unbedingt nutzen“, ergänzt er. Er freue sich sehr, dass sich die Mannschaft selbst hohe Ziele setze. Vor Seebach habe er allerdings Respekt. „Sie haben mit Pascal Beyer und Dominik Euler zwei sehr gute Stürmer. Außerdem haben wir gegen diesen Gegner meines Wissens noch nie gewonnen“, warnt Lieberknecht vor dem Tabellenelften. Diese Serie solle am Sonntag ein Ende finden. Verzichten muss er nur auf Tobias Schlegel. (dil)