Neustadt
Schweitzer: Neustadt kann Rheinland-Pfalz-Tag
„Neustadt kann Rheinland-Pfalz-Tag.“ Das sage er voller Überzeugung. Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) zeigte sich bei der Abschluss-Pressekonferenz am Sonntagnachmittag hochzufrieden mit dem Verlauf des Landesfests. Er lobte die professionelle Zusammenarbeit zwischen Land und Stadt, das große Engagement der Mitarbeiter, der Aussteller und der 180 Volunteers aus Neustadt und Umgebung.
Schweitzer ging davon aus, dass am Ende rund 200.000 Besucher beim Rheinland-Pfalz-Tag waren: 25.000 am Freitag, 100.000 am Samstag und 75.000 am Sonntag. Im Vorfeld hatten die Veranstalter mit 225.000 Gästen gerechnet. Dass es am Ende etwas weniger waren, führte er ausschließlich auf das Wetter zurück, das zeitweise etwas unbeständig war. Für den Regierungschef aber kein Grund für Unzufriedenheit.
Schweitzer betonte, dass das Thema Sicherheit groß geschrieben worden sei. Das sei auch wichtig, weil sich die Leute nur dann auch auf so eine Veranstaltung einließen.
Ordnungsdienst angefahren
Eine erste Bilanz zog hier auch Harald Brock, der Leiter der Polizeidirektion Neustadt. Er könne nur Werbung für den Rheinland-Pfalz-Tag machen, es seien fast weniger Straftaten verzeichnet worden als an normalen Wochenenden, sagte Brock. Das sei allerdings auch kein Wunder angesichts der starken Polizeipräsenz. Er sprach von neun Straftaten, wobei nur zwei nennenswert seien. So habe ein uneinsichtiger Autofahrer an einer Verkehrssperre einen Mitarbeiter des Ordnungsdienstes erst beleidigt und sei dann auf ihn zugefahren, wobei der Mann verletzt wurde. Die Verletzungen seien glücklicherweise wohl nicht so gravierend. Schweitzer zeigte sich über den Vorfall betroffen und verärgert.
Außerdem berichtete Brock, dass man bei einer Kontrolle bei zwei Heranwachsenden Pfefferspray und bei einem weiteren einen Teleskop-Schlagstock gefunden habe.
Kurzzeitig für etwas Irritationen sorgte am Sonntag ein Alarm, der nur in einem Teil der Stadt zu hören war. Er wurde aber umgehend überall über Lautsprecher als Probealarm korrigiert. Oberbürgermeister Marc Weigel berichtete, der Alarm sei versehentlich ausgelöst worden. Man habe eine interne Kommunikation testen wollen. Das System sei recht kompliziert. Man werde aber klären, wie es zu dem Fehler kam.
Zufrieden zeigte sich auch Michael Heilmann, Direktor des Zweckverbands Öffentlicher Nahverkehr. Das Angebot, Züge noch nach 1 Uhr fahren zu lassen, sei gut genutzt worden. Er habe von Weigel erfahren, dass die Park&Ride-Parkplätze kaum genutzt wurden. Das spreche für das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs.
Schweitzer widersprach dem Eindruck, dass es wenig Zeit für die Vorbereitung des Festes gegeben habe. Neustadt hatte im Juni vergangenen Jahres den Zuschlag erhalten. Mehr Vorbereitungszeit sei zwar immer gut, sagte Schweitzer, aber es habe alles gut geklappt. Auch seien die Menschen rechtzeitig über das Programm informiert worden – dieses war im Wesentlichen am 30. April vorgestellt worden.


