Neustadt Schule bekommt wieder eine Aula

Die Johannes-Leonhard-Grundschule Maikammer bekommt wieder eine Aula für Veranstaltungen bis zu 200 Teilnehmern. Genehmigt ist sie. Eltern wollen sich dafür auch mit Arbeitseinsätzen engagieren, dass aus zwei Räumen wieder ein großer Saal wird.
Früher waren sowohl die Grundschule als auch die Realschule plus in der Schulstraße untergebracht. Es herrschte Raumnot. Nachdem die Realschule plus Maikammer-Hambach im Jahr 2012 aus dem Gebäude in der Schulstraße in den Neubau am südlichen Ortsrand von Maikammer umgezogen war, standen in der Johannes-Leonhardt Grundschule zwei von der Realschule genutzte Zimmer leer. Diese zwei zusätzlichen Räume waren entstanden, weil auf die ursprüngliche Aula verzichtet worden und dort eine Wand für die zusätzlichen Schüler eingezogen worden war. Da Schulleitung und Eltern der nun räumlich nicht mehr beengten Grundschule gerne wieder einen Raum für Veranstaltungen der zweizügigen Schule haben wollten, wurde im April ein Antrag auf Genehmigung eines erneuten Umbaus beziehungsweise Rückbaus gestellt. Die Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben leitete als damaliger Schulträger den Antrag an die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße weiter, die nun eine Baugenehmigung für die Johannes-Leonhardt-Grundschule in Maikammer erteilt hat. Ein förmlicher Bauantrag war erforderlich. Wie die Kreisverwaltung mitteilte, konnte sie die Genehmigung erst erteilen, nachdem Bürgermeister und Schulleitung eine Verpflichtungserklärung abgegeben hatten. Verbandsbürgermeister Karl Schäfer erklärte, dass die Verpflichtung darin bestehe, dafür Sorge zu tragen, dass sich bei Veranstaltungen nicht mehr als 200 Menschen in der Aula aufhalten. „Das ist kein Problem, da wir bei größeren Versammlungen schon früher immer in das Bürgerhaus ausgewichen sind“, meint er. Der Vorsitzende des Elternbeirats, Bernhard Deck, hofft auf zahlreiche weitere Eltern, die die Aktion unterstützen. Einige Eltern von Elternbeirat und Förderverein hätten bereits im Vorfeld zugesagt, die Abrissarbeiten, soweit gesetzlich erlaubt, in Eigenregie durchzuführen. „Die Termine müssen wir noch miteinander absprechen, denn vor den Ferien war die Zeit zu knapp, und auch in den Ferien werden wir wahrscheinlich noch nicht beginnen können“, überlegt Deck, da viele Eltern nur schwer zu erreichen seien. Am besten bewährt hätten sich immer noch Mitteilungen an alle Schüler, was dann im neuen Schuljahr erfolgen werde. Auch, wenn nur die Zwischenwand herausgerissen werden solle, müsse das durchorganisiert werden, erklärt Deck. Denn zuerst müsse geklärt werden, welches Dämmmaterial die Wand in Leichtbauweise enthalte, um sich über Schutzvorrichtungen für die Helfer und die Entsorgung des Bauschutts klar zu werden. Ob der alte Parkettfußboden auch eine Behandlung nötig habe, sei noch unklar. Die Lage der Feuertür nach Brandschutzordnung müsse aber neu überprüft werden. „Zuerst einmal ist eine Elektrofirma beauftragt worden, die Steckdosen und Kabel in der Wand zu entfernen“, erklärt Schulleiterin Christine Brand, die sich freuen würde, wenn ihre Schule bereits in diesem Jahr wieder einen großen Versammlungsraum hätte. (aew)