Neustadt Schulausbau kostet über 15 Millionen Euro

91-93164290.jpg

Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Deidesheim/Wachenheim ist auf Wachstumskurs. Mit der Genehmigung der Oberstufe, die im Schuljahr 2014/2015 eingerichtet wurde, war klar, dass am Standort in Deidesheim eine deutliche Erweiterung der Gebäude notwendig sein würde. Im kommenden Jahr soll es losgehen mit umfangreichen Um- und Anbauten.

Im Frühjahr möchte man beim Landkreis, der Träger der Gesamtschule ist, gerne anfangen. Ein genauer Termin für den Baubeginn kann aber noch nicht genannt werden, sagt Sina Müller, Pressesprecherin der Kreisverwaltung. Der Grund: Der Förderbescheid des Landes liegt noch nicht vor. Und der ist Voraussetzung für einen Baubeginn. Immerhin: Es stehen schon einmal Container an der Schule. Die werden als Ausweichquartiere während der Umbauphase benötigt. 1098 Quadratmeter Hauptnutzfläche, zuzüglich Verkehrsflächen und Technikräumen – das ist der neu zu errichtende Raumbedarf für die IGS in Deidesheim, wo die Klassenstufen sieben bis 13 unterrichtet werden. Dafür muss nicht nur am Gebäude angebaut werden, auch Umbaumaßnahmen im Bestand sind erforderlich. 15,9 Millionen wird das Projekt insgesamt kosten, voraussichtlich 60 Prozent davon trägt das Land. Die Planungen für diese große Maßnahme laufen schon seit Jahren. Bereits 2014 fiel im Bauausschuss des Landkreises die Entscheidung für die Architekten von „Arges“ aus Mainz. Diese haben im April 2016 die fertigen Pläne vorgestellt. Obwohl das Gebäude insgesamt größer wird, soll die Anlage dabei lichtdurchlässiger werden und leichter wirken. Bei den Bauarbeiten wird von Süden nach Norden gearbeitet. Im ersten Schritt wird der südöstliche Teil der Schule abgerissen, dann neu aufgebaut und erweitert. Es ist geplant, in diesem Gebäudeteil im Südosten künftig die Schulverwaltung unterzubringen. Daraufhin soll der Trakt, der den südlichen mit dem nördlichen Gebäude verbindet, abgerissen werden, gleichzeitig wird der südwestliche Teil saniert. Anschließend wird als neue Verbindung zwischen den beiden Flügeln eine Art überdachte Brücke gebaut, die den Blick von Osten nach Westen frei gibt und damit eine einheitliche Fläche zwischen dem Nord- und Südflügel schafft – eine Ebene, die aktuell durch den Verbindungsbau unterbrochen wird. Etwa zur selben Zeit wird auch der nordwestliche Teil der Schule ausgebaut und saniert: Der überdachte Pausenhof auf Erdgeschoß-Ebene, der an die Alla-Hopp-Anlage grenzt, bleibt erhalten. Darüber wird der naturwissenschaftliche Trakt ausgebaut. Auch die Außenanlage wird komplett erneuert: Große Freiflächen, viel Grün und für die Pfalz typische mediterrane Bäume sollen Erholung in den Pausen bieten und auch nach Schulschluss noch einladen, sich auf dem Gelände zu treffen. Container, damit die Schüler während der umfangreichen Bauarbeiten weiterhin an der Schule lernen können, sind bereits aufgestellt worden, informiert Sina Müller. Die Mensa soll über die ganze Zeit in Betrieb bleiben. „Auch wenn die Arbeiten umfangreich sind und mit fast 16 Millionen ein teures Projekt, es ist die wirtschaftlichste Variante“, erklärt Frank Rüttger, der Baudezernent bei der Kreisverwaltung. Es gab Überlegungen, die beiden Standorte (Deidesheim und Wachenheim) der Gesamtschule zusammenzuführen – doch schnell sei klar geworden, dass diese Variante nicht wirtschaftlicher wäre. Frank Rüttger: „Ein Neubau wäre uns deutlich teurer gekommen.“ Als Erweiterungsoption könnte übrigens im Osten des Schulgeländes noch ein weiterer Bau entstehen, falls der Bedarf besteht. Auch dies spricht nach Ansicht der Kreisverwaltung für die gefundene Lösung am Standort Deidesheim. Die Gesamtschule ist inzwischen auf rund 849 Schüler angewachsen (Stand September). Davon besuchen 223 die Orientierungsstufe mit den Klassen 5 und 6 in Wachenheim, 626 die Mittel- und Oberstufe in Deidesheim. In Deidesheim befindet sich auch der Sitz der Schule, die aus einer gemeinsamen Regionalen Schule der Verbandsgemeinden Deidesheim und Wachenheim, später Realschule plus, hervorgegangen ist. |ff

x