Neustadt Schneckenweg, Spiele und Skaterbereich

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Die Bauarbeiten an der „Alla-Hopp“-Anlage in Deidesheim sind in vollem Gange. „Wir befinden uns in einem Fast-Endspurt“, erklärt Landschaftsarchitektin Elke Ukas am zweiten Baustellentag. Rund 20 Interessenten ließen sich über das ehemalige Sportplatzgelände neben der Integrierten Gesamtschule führen und den Baufortschritt zeigen. Im Groben lässt sich schon erahnen, welche Vielfalt hier entsteht.

In sieben Wochen soll der neue Bewegungs- und Begegnungspark, eine Spende der Dietmar-Hopp-Stiftung, fertig sein. „Das bekommen wir hin“, betont die Planerin zuversichtlich, auch wenn die Anspritzarbeiten für die Felswand während der großen Hitze eine Woche ruhen mussten. Dafür arbeiten die beauftragten Firmen nun ab sechs Uhr morgens bis zum frühen Abend. Das ist zum einen die Garten- und Landschaftsbaufirma Bau+Grün, die für die Erdarbeiten, das Anlegen der Wege sowie das Aufstellen der Spielgeräte verantwortlich ist. Die Firma Kukuk gestaltet den Kleinkinderbereich, während die Firma X-Move für die Betonarbeiten an der rund 45 Meter langen und fünf Meter hohen Kletterfelswand und den Skaterbereich zuständig ist. Für die auf der Deidesheimer Anlage konzipierte „Schnecke“ wurde im südlichen Anlagenbereich ein Hügel angelegt. Dazu wurde der Boden des ehemaligen Sportplatzgeländes verwendet. „Damit hat sich auch die aufwendige Bodenentsorgung vereinfacht“, berichtet Ukas. Ein spiralförmiger Weg führt hinauf auf die kleine Kuppe, die sogar mit Rebstöcken bepflanzt werden soll. Den Weg entlang säumen noch in Planen verpackte Spiel- und Bewegungsgeräte, die ein wenig an Kunstwerke von Christo erinnern. Oben angelangt, hat man einen schönen Rundumblick über das angrenzende Naturschutzgebiet, den Haardtrand und das „Alla-Hopp“-Gelände. Später sollen hier Sitzbänke zum Verweilen einladen. Bizarr sieht zurzeit noch die eigens für diese Anlage entwickelte Kletterwand aus. Eine Stahlkonstruktion mit Drahtgeflecht dient als Unterbau, worauf der Beton aufgespritzt wird. Die letzte Schicht wird rot eingefärbt und anschließend künstlerisch bearbeitet, um eine richtig Felsstruktur in Pfälzer Sandsteinoptik zu erhalten. Neben den vielen Möglichkeiten zum Klettern, Hangeln und Toben bietet sich die Kletterwand auch als Kulisse für ein kleines Freilichttheater. Unter dem Pavillon entsteht zurzeit die Spiellandschaft für die Kleinsten. Die Anlage wurde zwar vorgeplant, doch werden die vorbehandelten Robinienstämme vor Ort ganz individuell zurechtgelegt, bearbeitet und angepasst. Alles soll so naturnah wie möglich gehalten und zum Spielen und Erholen da sein. „Wir wollen hier eine Bewegungsanlage und keinen geschleckten englischen Rasen“, betont die Landschaftsarchitektin. Auf allen 19 „Alla Hopp“-Anlagen gibt es einen so genannten Mikadowald. Dieser besteht aus sechs Meter hohen Kletterstäben und wurde speziell für die Bewegungsparks entwickelt. Weitere wiederkehrende Elemente sind der Pavillon und der gelbe Schirm im Bereich der Bürgermeister-Oberhettinger-Straße. Im September werden die Bäume, einheimische Arten wie Kastanie, Ahorn und Kiefern, gepflanzt. Aber auch Obst-und Mandelbäume werden auf der Anlage nicht fehlen. Im vorderen Eckbereich werden zudem noch einige Platanen gepflanzt, die später ein richtiges Blätterdach über den Boulebahnen bilden sollen, so Ukas. Da der Sommer keine ideale Pflanzzeit ist, wurden die Bäume in Großcontainern vorgetopft, um Feinwurzeln zu entwickeln und dadurch an ihrem neuen Standort besser Fuß zu fassen. Die Bodenplatte für das von der Verbandsgemeinde Deidesheim geplante Jugendhaus soll im September gegossen werden. Ein Fertigstellungstermin konnte allerdings noch nicht genannt werden. (vnl)

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