Neustadt Schlegel: Verhalten völlig inakzeptabel

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HASSLOCH. Vier Platzverweise für die Fußball-A-Junioren des VfB Haßloch im Kreispokal-Achtelfinalspiel bei TuS Wachenheim sorgten nicht nur dafür, dass Schiedsrichter Marcel Laque von TuS Diedesfeld das Spiel abbrach, sondern auch dass sich der VfB Haßloch am vergangenen Sonntag von Trainer Alexander Hagner und dessen Co-Trainer trennte.

„TuS Wachenheim hat mit dem Abbruch des Spieles nichts zu tun. Das war alleine unser Verschulden. Deshalb habe ich mich auch beim Staffelleiter für das Verhalten von Mannschaft und Trainer entschuldigt“, teilte Peter Schlegel, der Sportliche Leiter des VfB Haßloch am Montagabend mit. „Alexander Hagner ist am Sonntag an mich herangetreten und hat mir mitgeteilt, dass er den Eindruck gewonnen habe, die Mannschaft nicht mehr zu erreichen. In diesem Gespräch haben wir uns darauf geeinigt, dass es besser ist, die Zusammenarbeit zu beenden“, ergänzte er. Bereits in der Vorrunde der A-Junioren-Landesliga Vorderpfalz sei Schlegel mit dem Verhalten Hagners, der vor dieser Saison das Traineramt am Eichelgarten übernommen hatte, nicht zufrieden gewesen. „Auch in den Punktspielen hat er am Spielfeldrand das Image des Vereins geschädigt“, blickte Schlegel zurück. Der Spielabbruch in Wachenheim sei nun der Höhepunkt gewesen. „Wenn ein Spieler aufgrund einer Notbremse eine Rote Karte bekommt, sage ich nichts. Wenn er Gelb sieht und gleich danach wegen Beleidigung Rot, habe ich aber kein Verständnis“, erklärte der langjährige Trainer, der selbst immer großen Wert auf Disziplin legte. Völlig inakzeptabel sei auch gewesen, dass der eigene Co-Trainer vom Schiedsrichter des Feldes verwiesen worden sei, dieser der Aufforderung aber nicht nachgekommen sei. Hagner, der auf RHEINPFALZ-Anfrage selbst keine Stellungnahme abgab, war bereits bei seiner vorangegangenen Station, den B-Junioren des Lokalrivalen 1. FC 08 Haßloch, im Unfrieden ausgeschieden. Dies sei jedoch für Schlegel kein Grund gewesen, ihm nicht die A-Junioren des VfB anvertrauen: „Jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient, auch Alexander Hagner.“ Diese habe er aber nicht genutzt. Schlegel selbst habe die Mannschaft über das Ausscheiden des bisherigen Trainers informiert und den Spielern auch verdeutlicht, dass es wie bisher nicht weitergehe, dass die in Wachenheim vom Platz gestellten Akteure mit Sperren zu rechnen hätten. Solche Vorfälle wie die am Samstag in Wachenheim seien jedenfalls überhaupt nicht mit der Philosophie des Vereins vereinbar, so Schlegel. Weiter sagte er, dass ein Nachfolger Hagners noch nicht feststehe. Naheliegend ist sicherlich, dass B-Juniorentrainer Stefan Walburg wie bereits vor einem Jahr nach dem Rücktritt von Andreas Schäfter erneut die A-Junioren als Interimscoach übernimmt. Ihr nächstes Landesligaspiel bestreitet die Mannschaft am Samstag, den 11. März, um 15.45 Uhr beim Tabellenzweiten SV Rot-Weiß Seebach. |dil

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