Neustadt Schlegel: Uns hat der letzte Wille gefehlt

Im Zweikampf: 08-Spieler Bogdan-Daniel Griszhaber (links) und VfB-Fußballer Patrick Heilmann.
Im Zweikampf: 08-Spieler Bogdan-Daniel Griszhaber (links) und VfB-Fußballer Patrick Heilmann.

«Hassloch.»Der 1. FC 08 Haßloch setzte sich im Derby der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz gegen den VfB Haßloch mit 2:0 (1:0) durch. Die 08er festigten damit ihren achten Platz im Tabellenmittelfeld. Der VfB hingegen muss darauf achten, den Anschluss ans rettende Ufer als Vorletzter nicht zu verlieren.

Die Haßlocher Zuschauer bekamen die erste Großchance in der 8. Minute zu sehen: VfB-Spieler Lucas Franzreb traf nach einem Freistoß nur die Latte. Auf der Gegenseite hatten die 08er in der 14. Minute ihre erste Chance: Nach einem Eckball konnte die VfB-Verteidigung den Ball nicht aus dem eigenen Sechszehner bugsieren, weshalb VfB-Torwart David Handermann aus dem Kasten herauslief und dem zum Schuss ansetzenden 08-Spieler die Beine wegzog. Der folgende Elfmeter wurde von 08-Kapitän Torben Hubach souverän verwandelt (15.). Damit änderte sich die Spielweise: Der VfB war oft in Ballbesitz. Die 08er spielten nach der Führung vermehrt auf Konter. Einzelne Chancen, die sich der VfB Haßloch herausspielte, blieben ungenutzt. Insgesamt hatte der Gast aber mehr vom Spiel. „Die 08er haben in den entscheidenden Momenten die Oberhand behalten“, sagte jedoch Martin Schlegel, Trainer des VfB Haßloch, zum Derby. In der 57. Minute hatte der VfB Glück, da ein Foulspiel von Dennis Klein im eigenen Strafraum an Jens Rehhäußer nicht geahndet wurde. Die 65. Minute wurde zur spielentscheidenden Minute. Nach einem Pass in die Spitze hob der Linienrichter seine Fahne, weshalb die VfB-Verteidigung abschaltete. Doch der Schiedsrichter ließ das Spiel weiterlaufen. Fabian Metz schaltete schnell und versenkte den Ball zum 2:0-Endstand im Tor. Die schlechte Kommunikation zwischen den Schiedsrichtern wurde vom Publikum lautstark bemängelt. Zwar lautet die Regel für die Fußballer, in solchen Situationen weiterzuspielen, um Missgeschicken vorzubeugen. Allerdings war die Entscheidung des Linienrichters, seine Fahne zu heben, sehr fragwürdig. Der Frust der VfB-Spieler zeigte sich in der 78. Minute, in der Dennis Klein nach einer Tätlichkeit die Rote Karte sah. In der Endphase hatten die 08er noch die Chance auf ein Kontertor. Doch Marius Zwetsch rettete für den VfB auf der Linie. Christian Lederle, Trainer des 1. FC 08 Haßloch, beschrieb das Spiel als vom Niveau her als überschaubar. Sein Team habe Glück gehabt, gleich zu Beginn nicht in Rückstand zu geraten. Man habe sich aber für den Aufwand der vergangenen Wochen mit dem Derbysieger belohnt. „Uns hat der letzte Wille gefehlt“, stellte VfB-Coach Martin Schlegel fest. So spielten sie 08 Haßloch: Anschütz, Lintz, Brill, Torben Hubach, Griszhaber, Pischulti, Faust, Berac, Metz, Doll (60. Temizkan), Rehhäußer. VfB Haßloch: Handermann, Sadaune, Klein (24. Olbrich), Pelgen, Kopf, Franzreb, Heilman, Klein, Zwetsch, Lang, Weber.

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