Neustadt
SC Neustadt: Endrunde um deutsche U16-Wasserball-Meisterschaft im Stadionbad
Wasserball: Ein Zelt, 100 zusätzliche Stühle, ein Livestream, geöffneter Kiosk im Stadionbad – die Wasserball-Abteilung des SC Neustadt arbeitet auf Hochtouren. Am Wochenende wird im Stadionbad die Endrunde um die deutsche U16-Meisterschaft ausgetragen. Teilnehmer sind neben dem SCN die Nachwuchsteams der White Sharks Hannover, des SSV Esslingen sowie des OSC Potsdam. Jeder gewinnt eine Medaille.
Peter Jacqué und das große Betreuer- und Trainerteam des SC Neustadt kümmern sich neben der sportlichen Vorbereitung auch um ein Wohlfühlpaket für die Gäste. So übernimmt Familie Sauer-Schmidt, Betreiber des Stadionbad-Kiosks, das normalerweise nur während der Sommersaison geöffnet ist, die Verpflegung der Mannschaften und Besucher. Jacqué: „Dazu wird am Verbindungsgang zur Traglufthalle ein Zelt aufgebaut.“
Das Turnier wird erstmals als „Final-Four“ ausgetragen: Jeder spielt gegen jeden. Hier hat sich der SCN eine besonders gastfreundliche Geste überlegt: „Auch der Vierte erhält Medaillen. Diese lässt der SCN auf eigene Kosten prägen“, erklärt Jacqué. Er hofft indes, dass sich die Neustadter Wasserball-Fans nicht durch einen weiteren Service vom Besuch des Stadionbades abhalten lassen. Obwohl bei Jugendmeisterschaften nicht üblich, werden die Spiele live im Internet gestreamt. Die Übertragung erfolgt in Kooperation mit „Sportdeutschland TV“.
Für die ärztliche Versorgung ist Turnierarzt Dierk Vagts (Neustadt) zuständig. Sein Sohn Jakko ist Kapitän des SCN-U16-Teams.
Fortbildung für Schiedsrichter
Für die Wasserballer gab es zum Saisonbeginn einige einschneidende Regeländerungen. Die Schiedsrichter aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland hatten ursprünglich eine Fortbildung in Kaiserslautern geplant. Diese ist jetzt kurzfristig nach Neustadt verlegt worden. So können die Referees praktischen Anschauungsunterricht während des Turniers erhalten. Dazu kommt eine Besprechung für die Unparteiischen im SCN-Clubhaus am Sonntag. Große Unterstützung gibt es laut Jacqué auch von den Stadtwerken Neustadt. Neben der üblichen Bestuhlung werden von den Werken vor Ort über 100 weitere Stühle bereitgehalten. Auch Oberbürgermeister Marc Weigel plant, am Sonntag die Spiele zu besuchen. Erwartet wird außerdem der Jugend-Bundestrainer Nebosja Novoselac (Berlin).
Die Aufgaben am Protokolltisch übernimmt der SC Neustadt, Stadionsprecher Helmut Rheude informiert das Publikum über die aktuellen Ereignisse im Wasser. Jacqué freut sich: „Die Eltern der Spieler sind sehr motiviert, uns zu unterstützen. Auch die anderen Jugendmannschaften helfen mit. Dies macht solch eine Veranstaltung erst möglich.“ Unter der Regie von Lars Ananias werden sämtliche Aufgaben koordiniert, organisiert und digital allen Beteiligten weitergeleitet.
Zeitplan/Livestream
Samstag: 14 Uhr: SC Neustadt – White Sharks Hannover, 15.30 Uhr: SSV Esslingen – OSC Potsdam, 18 Uhr: SC Neustadt – SSV Esslingen, 19.30 Uhr: Hannover – Potsdam;
Sonntag: 14 Uhr: SC Neustadt – OSC Potsdam, 15.30 Uhr: SSV Esslingen – White Sharks Hannover;
Turnierleitung: Wolfgang Rühl (Günzburg).
In der Pause zwischen 16.40 und 17.20 Uhr findet ein Demonstrationsspiel der Neustadter U10/U12-Teams statt. Für die Offiziellen des Deutschen Schwimmverbandes, Vereinsvertreter der Gäste und weitere geladene Gäste gibt es in der Pause einen Empfang im SCN-Clubhaus.
Livestreams im Internet:https://bit.ly/34zzOBZ (Tag 1)
https://bit.ly/34zSaCP (Tag 2)
Information: Die U16-Jugend des SC Neustadt
Vier Wasserball-Jugendteams spielen am Wochenende im Neustadter Stadionbad um den deutschen Meistertitel der Altersklasse U16. Zwei Vereine heben den Finger, sie wollen das „Final Four“ als Meister beenden. Der Nachwuchs des SC Neustadt wittert dank des Heimvorteils eine Außenseiterchance im Kampf um Medaillen.
Die SCN-Jungs sind heiß auf das Wochenende. Sie beginnen am Samstag um 14 Uhr mit dem Spiel gegen Hannover. Um 18 Uhr geht es dann gegen Esslingen, am Sonntag um 14 Uhr spielt der SCN gegen Potsdam. Für das Turnier sind 15 Spieler gemeldet, für ein Spiel dürfen dann 13 auf den Spielberichtsbogen stehen. „Wir werden sehen, wer jeweils einsatzbereit ist. Es kann zum Härtefall kommen, wenn jemand zuschauen muss. Das wird vorher mit jedem besprochen“, informiert SCN-Sprecher Peter Jacqué. Er übernimmt auch die Verantwortung als Trainer im Turnier.
Esslingen und Hannover sind „übermächtig“
Das SCN-Betreuerteam und Jacqué stufen Esslingen und Hannover als „übermächtig“ ein. Hoffnung machen die SCN-Trainer den Jungs mit den bisherigen Resultaten. Gegen Hannover gab es eine „respektable 3:10-Niederlage“, Esslingen siegte im Sommer „nur“ mit 15:6 gegen den SCN. Gegen Potsdam führte der SCN in der Zwischenrunde zeitweilig und verlor nur 8:10. Soll es mit dem heiß ersehnten Platz drei klappen, muss Potsdam besiegt werden. Hier gilt es, den Potsdamer Nationalspieler Simon Kuhn auszuschalten. Das Neustadter Pedant ist dabei Tobias Bauer als bester Torschütze der U18-Bundesliga in der B-Gruppe. Allerdings hat es zuletzt erhebliche Ausfälle in den Übungsstunden des SCN gegeben. Jacqué: „Bei manchen standen viele Kursarbeiten auf dem Plan, da muss der Sport zurückstecken. Das ist bei Hannover und Potsdam ganz anders. Die Jungs trainieren und lernen dort an den Sportschulen der Olympiazentren.“
SC Neustadt: Hendrik Hummel – Vagts, Hvric, Bauer, Baaden, Erasmy, Tim Schwarzkopf, Lukas Schwarzkopf, Guth, Mrodzinski, Ananias, Schädler, Stedler, Beck, Spandick. (kle)
Die Gegner: Hannover, Esslingen und Potsdam
White Sharks Hannover: „Wir wollen den Titel. Unsere Jungs aus dem Jahrgang 2003 haben die Meisterschaften ihres jeweiligen Jahrgangs in den Vorjahren dominiert“, sagt Haie-Trainer Rafael Nawrat. Sein Team kommt in Bestbesetzung mit fünf Nationalspielern des Jahrgangs 2003 und sechs Nationalspielern des Jahrgangs 2004 nach Neustadt. Die White Sharks reisen bereits am Freitag mit zwei Kleinbussen an und übernachten in einer Jugendherberge. Nawrat betont, Hannover habe einen sehr breiten Kader. Dies sei ein Resultat der konzentrierten Jugendarbeit von Mike Bartels. „Unser Jugendcoach holt sehr früh Schüler aus den Altersklassen U8 und U10 ins Training. Dann startet er mit 30 bis 40 Kindern. Es gibt auch ein jahrgangsübergreifendes Training. Unsere Jugend spielt bereits als U20 bei den Herren in der A-Gruppe der Bundesliga, die Hälfte ist gerade 17 und 18 Jahre alt. Der Rest spielt in der Zweiten Mannschaft in der Zweiten Liga“, erklärt Nawrat.
SSV Esslingen: Esslingen ist der neue Verein des langjährigen SCN-Herren-Trainers Janusz Gogola. Für die Jugendarbeit ist Patrick Weissinger zuständig. Auch er gibt als Ziel aus, den Titel zu holen. Allerdings fehlen mit Nik Plackovic und Marko Zemun zwei Jugendnationalspieler verletzt. „Das ist sehr bitter. Wir wollen aber trotzdem gewinnen. Der SSV Esslingen hat in den vergangenen Jahren in jeder Altersklasse Titel geholt. Es fehlt nur noch die U16 in unserer Sammlung“, sagt er. Er hofft auf Unterstützung einiger Fans, „die Anreise aus Esslingen ist überschaubar“. Im Kader von Esslingen werden neben Henrik Klein aus dem Jahrgang 2003 noch fünf Nationalspieler des Jahrgangs 2004 spielen.
OSC Potsdam: Artig ordnet der Potsdamer Wasserballtrainer André Laube seine Mannschaft auf dem dritten Platz ein. „Das Ziel ist die Bronzemedaille“, betont er. Sein Team kommt in Bestbesetzung mit Simon Kuhn und Erik Dortmann. Beide sind Nationalspieler. Laube freut sich: „Neustadt hat uns für den Freitagabend eine Trainingsmöglichkeit im Stadionbad eingeräumt. Wir reisen schon am Freitag an und übernachten in Fischbach.“ Die Jugendherberge in Neustadt und weitere bezahlbare Übernachtungsmöglichkeiten näher am Spielort waren nicht mehr frei. „Wir sind nicht böse, wenn wir ein bisschen weiter weg vom Schuss sind. Es muss auch kostenmäßig passen“, gesteht er. Laube sieht Potsdam als einen der stärksten Vereine in der Nachwuchsarbeit: „Wir haben als einziger Verein aus den neuen Bundesländern 2004 in der U15 den Titel geholt. Es folgten weitere Titelgewinne. Jetzt spielen wir überwiegend mit Eigengewächsen in der Bundesliga, wurden zum zweiten Mal in Folge dort Dritter und erreichten die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation.“ (kle)