Neustadt Sanierung mit Kombibecken bestätigt

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Das Kalmitbad in Maikammer soll nach der Sanierung ein Kombibecken mit drei 50-Meter-Bahnen, angedocktem Sprungbecken und drei 25-Meter-Bahnen erhalten. Für diese Version hat sich der Verbandsgemeinderat Maikammer am Dienstagabend einstimmig ausgesprochen. Über den Beginn der Arbeiten war sich der Rat jedoch nicht einig.

Der wieder selbstständige Verbandsgemeinderat Maikammer hat somit den Beschluss des Verbandsgemeinderats Edenkoben vom 25. März bestätigt. Geplant sind ein Kombibecken für Schwimmer, ein Erlebnisbecken sowie ein Planschbecken mit Wasserspielplatz. Das Land sei weiter zu einem Zuschuss von 800.000 Euro bereit, sagte Bürgermeister Karl Schäfer (CDU). Somit hat die Verbandsgemeinde Maikammer noch voraussichtliche Kosten von 4,38 Millionen Euro zu stemmen. Mit einer Mehrheit von 14 gegen sechs Stimmen beschloss der Rat, dass die Sanierung unmittelbar nach Vorliegen der haushaltsrechtlichen Stellungnahme der Aufsichtsbehörde zum Haushaltsplan – er ist gerade in Arbeit – und nach dem Bewilligungsbescheid des Landes in Angriff genommen werden solle. Das hatte die CDU beantragt. Sie hofft, so auch möglichen Mehrkosten zuvorzukommen. Die Bedeutung des Freibades für Freizeit und Gesundheit sowie seine Beliebtheit mit rund 70.000 Besuchern pro Jahr hob CDU-Fraktionsvorsitzender Rüdiger Braun hervor. In einem Antrag von Bürgerliste und Freier Wählergruppe hatte Reinhold Stadler Bedenken gegen den schnellen Baubeginn vorgetragen. Man werde bei einer kurzfristigen Ausschreibung damit rechnen müssen, dass die leistungsfähigsten Betriebe bereits ausgelastet seien. Im Hinblick auf den noch nicht vorliegenden Haushalt forderte Stadler, zunächst einen Investitionsplan für die Verbandsgemeinde aufzustellen, der auch die Auswirkungen auf die Umlagen der Ortsgemeinden aufzeige. Wegen der möglichen und noch nicht sicher feststehenden Belastung für die Ortsgemeinden stimmte auch die SPD-Fraktion in der Frage des Sanierungszeitpunktes nicht einheitlich. Schäfer erklärte, die voraussichtliche Belastung für die Ortsgemeinden durch die Schwimmbadsanierung sei „absolut verträglich“. Die vorläufigen Eckdaten des Haushalts seien absehbar gut. Er nannte eine Zusatzbelastung von 2,68 Umlagepunkten für die ersten zehn Jahre (bei einer auf 30 Jahre angelegten Finanzierung) für den Fall, dass alle Kosten abzüglich Landeszuschuss mit Darlehen finanziert werden müssten. Das bedeute nach derzeitigen Berechnungen ein jährliche Summe von 97.000 Euro für den Haushalt von Maikammer, 55.000 Euro für Kirrweiler und 34.000 Euro für St. Martin. Schäfer hofft, dass sich die Belastung noch verringern lässt. Bereits 25 Betriebe aus der Verbandsgemeinde hätten sich bereit erklärt, in der Fördergemeinschaft Kalmitbad mitzumachen. Das lasse sich sicher noch „erheblich steigern“. Mit den ersten Abrissarbeiten rechnet Schäfer nicht vor Ende November oder Dezember. (ff)

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