Ringen
RSG Olympia Neustadt: Neun Ringer, neun Podestplätze und 90 Kinder im Training
Besser geht nicht: Mit neun Nachwuchsringern ist die RSG Olympia Neustadt zur Pfalzmeisterschaft im griechisch-römischen Stil angetreten, mit neun Podestplätzen, darunter fünf Pfalzmeistertiteln, ist das Team in die Vorderpfalz zurückgekehrt. Trainer Artur Rimmer hat allen Grund zur Freude.
Die neu gegründete Ringersportgemeinschaft, ein Zusammenschluss der Ringerabteilung der TSG Haßloch und RSV Olympia Neustadt, hat bereits erfolgreich in der vergangenen Schülerrunde gekämpft mit einem zweiten Platz hinter dem AC Thaleischweiler. Der südwestpfälzische Verein bei Pirmasens war am vergangenen Samstag wieder Gastgeber bei den Pfalzmeisterschaften von der E- bis zur A-Jugend im griechisch-römischen Stil.
Training in Haßloch und Neustadt
Die Auswahl an Ringern ist groß: Trainer Artur Rimmer, einer von fünf Trainern der RSG Neustadt/Haßloch, hat in beiden Vereinen rund 90 Kinder, die wöchentlich ringen. Etwa 50 Nachwuchsringer sind aus Neustadt, und 40 Haßlocher Kinder gehören dazu. Trainiert wird im TSG-Sportzentrum in Haßloch und auch in der Sporthalle der Neustadter Eichendorff-Schule. Zum Trainerteam gehören unter anderem auch Rimmers Bruder Edgar, der mit Rimmers Tochter Jasmin für den Neustadter Nachwuchs verantwortlich zeichnet, ebenso wie Alexander Schmitt und Waldemar Baukin. „Es kommen noch weitere Trainer dazu, wir sind da schon in Verhandlung“, kündigt Rimmer an. Er betont, dass alle an eine Strang zögen und es darum gehe, das Ringen in Neustadt und Haßloch zu fördern. „Wir wollen nicht spalten, sondern das Angebot erweitern“, stellt er klar. Auch wenn im Zuge der Vereinsgründung das eine oder andere Mal einige Stolpersteine bei Behördengängen weggeräumt werden mussten: Sportlich läuft es gut.
Langlitz siegt in fünf Kämpfen
Ein Garant hierfür ist Justin Langlitz. Der 16-Jährige aus Neustadt, seines Zeichens amtierender Rheinland-Pfalz-Meister im Freistil, musste fünfmal in der A-Jugend bis 71 kg ran. Das Ergebnis spricht für sich: Fünf Siege in fünf Kämpfen, davon vier Schultersiege und einmal technisch-überlegen gewann der Neustadter Gymnasiast. Gleich im ersten Kampf standen sich mit Langlitz und Alexander Belov zwei Trainingsfreunde gegenüber, mit dem besseren Ende für Langlitz, der seinen Trainingspartner schulterte. Beim Stand von 6:6 in der ersten Runde gelang Langlitz der entscheidende Überraschungskonter, der zum Schultersieg führte. Für Belov sprang am Ende der dritte Platz heraus.
Kampflos Pfalzmeister
Dass nicht alle Gewichtsklassen gut besetzt waren, das bekamen Philipp Wegwiz und Marcus Koskivuori zu spüren. In der A-Jugend bis 51 kg hatte Wegwiz keinen Gegner und in der in der A-Jugend bis 80 kg erging es Koskivuori ebenso. Beide wurden also kampflos Pfalzmeister. Das war in anderen Gewichtsklassen auch der Fall. Paul Ufelmann, Jugendwart vom Ringerverband Pfalz, beschreibt die Ursachen so: „Griechisch-römisch ist deshalb nicht so stark frequentiert, weil es bei den Trainern auch nicht angesagt ist.“ Auch der Landestrainer, der Olympiazweite von 1984 im griechisch-römischen Stil, Markus Scherer, schlägt in die gleiche Kerbe: „Griechisch-römisch ist komplexer, die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt“, stellt er fest. Freistil im Kindesalter sei für Kinder leichter zu erlernen. Nachwuchstraining beginne immer mit Freistil.
„Es ging auf der Matte und am Mattenrand sehr fair zu“, lobt Kampfrichterin Sandra Durak die Veranstaltung. Die 34-jährige Schifferstadterin, die früher aktiv für den VfK Schifferstadt gerungen und es bis zur Teilnahme an deutschen Meisterschaften geschafft hat, macht ihren Job, ebenso wie ihre drei unparteiischen Kollegen, routiniert, auch wenn die eine oder Entscheidung unter den Zuschauern diskutiert wurde. Um 13.30 Uhr standen die Pfalzmeister fest. Von der RSG Olympia Neustadt sind dies Davyd Draga (D-Jugend, 30 kg) und Akai Alzanbekov (D-Jugend, 35 kg).