Neustadt Richtungweisendes Spitzenspiel

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Hassloch. Erzielte Treffer und Gegentore addiert, ist die Summe bei keinem Vertreter der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz kleiner als beim 1. FC 08 Haßloch. 13 Mal hat die Elf von Trainer Christian Lederle des Gegners Torleute in neun Spielen überwunden, achtmal musste Kai Anschütz hinter sich greifen.

Selbstredend ist Lederle über die defensive Stabilität mehr erfreut als über die Schwäche im Abschluss, wobei er beides miteinander in Verbindung bringt. „An Torchancen mangelt es uns sicher nicht, wir müssen auf jeden Fall kaltschnäuziger werden“, sagt Lederle, „aber bei der Arbeit gegen den Ball helfen uns die Stürmer ungemein. Vielleicht ist auch das ein Faktor dafür, warum vor dem Tor manchmal etwas fehlt.“ Bislang hat der 1. FC 08 erst einmal in dieser Saison verloren, mit 0:3 bei Phönix Schifferstadt. Das zeigt, dass die Mannschaft schwer zu bespielen und zu schlagen ist. Dafür nimmt Lederle gerne den einen oder anderen erzielten Treffer weniger in Kauf: „Ob 1:0 oder 6:0 – es gibt für beide Ergebnisse nur drei Punkte.“ Auch der kommende Gastgeber, der FSV Schifferstadt (Sonntag, 15 Uhr), ist unangenehm für jeden Kontrahenten. Auch die „13er“ gingen erst einmal als Unterlegene vom Platz. Sie belegen mit 19 Punkten Rang drei, einen Zähler hinter dem ASV Maxdorf und dem Ortsrivalen Phönix, einen Zähler vor dem SV Südwest Ludwigshafen und dem FC 08. An der Portheide „steigt“ ein richtungweisendes Spitzenspiel. „Der FSV hat eine sehr, sehr kompakte Mannschaft, die vielleicht nicht immer den schönsten Fußball spielt, aber einen erfolgreichen“, sagt Lederle. „Sie stehen gut, mit viel Erfahrung, und haben vorne Wucht und Power.“ Erlebt hat dies zuletzt der VfB Haßloch, der dem FSV mit 2:5 unterlag. Jener VfB, der am Donnerstag nächster Woche der Gastgeber im großen Haßlocher Ortsduell ist. Christian Lederle ist sich jedoch sicher, dass diese Partie in den Köpfen seiner Schützlinge noch keine Rolle spielt. „Es hat uns schon im Abstiegskampf der vergangenen Saison stark gemacht, dass wir immer nur von Spiel zu Spiel gedacht haben“, sagt er, „und so ist es auch dieses Mal. Die Jungs sind total fokussiert auf den FSV, der VfB war in der Kabine überhaupt kein Thema. Das wird er erst nächste Woche sein.“ Es gibt ja auch genügend Anreize an diesem Sonntag. Mit einem Sieg sprängen die „Nullachter“ mindestens auf Platz drei, obendrein würden sie sich für die Schmach der Vorsaison revanchieren, als sie beim FSV niederschmetternd mit 1:5 unterlagen. Umso besser für den FC, dass die Ausfallliste kürzer geworden ist. Stürmer Marc Hofmeister ist wieder eine ernsthafte Alternative, Innenverteidiger Andreas Ackermann ins Mannschaftstraining zurückkehrt. Womöglich steht er schon am Sonntag im Kader. Oder auf dem Rasen. (aboe)

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