Neustadt Respekt und Akzeptanz fördern

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Ab dem neuen Schuljahr, das am Montag beginnt, werden in der Meckenheimer Grundschule Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam unterrichtet. In die erste Klasse werden nach Auskunft von Schulleiter Sebastian Forell bis zu drei Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf kommen. Bereits im Frühjahr war die Grundschule Meckenheim für die Verbandsgemeinde Deidesheim als Schwerpunktschule vom Rheinland-Pfalz bestimmt worden.

Für Forell ist das eine erfreuliche Neuerung, bringe dieser Status der Schule doch einige Vorteile. Einer davon sei die zusätzliche Förderschullehrkraft, ein weiterer die Ernennung zur PES-Schule. Das bedeute, die Grundschule könne sich selbstständig für die Unterrichtsvertretung einsetzen wie auch für die Aufnahme eines Interessenten an einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ). Außerdem verspricht sich der Schulleiter vom neuen Status eine konstante Schülerzahl und wieder zweizügige Klassen. Wichtig ist für Forell, dass mit der Neuerung offen umgegangen wird. „Die Ernennung zur Schwerpunktschule darf keine Überraschung für die Schulgemeinschaft sein“, betont er. Er werde deshalb auf eine offene Kommunikation setzen. In diesem Sinne habe er auch umgehend nach der Bekanntgabe einen Brief an alle Eltern verfasst. Und bei einem Informationsabend mit Georg Dumont, Schulleiter der Integrierten Gesamtschule von Deidesheim/Wachenheim, die bereits Schwerpunktschule ist, seien viele Fragen gestellt worden. So manche Bedenken hätten dabei zerstreut werden können, sagt Forell. An dem Abend hätten Schülereltern etwa wissen wollen, ob die Aufnahme behinderter Kinder nicht zu größerer Unruhe im Unterricht führe. Die Frage etwa habe eindeutig mit Nein beantwortet werden können, sagt Forell. Im Gegenteil fördere der integrierende Ansatz die Teambildung. Die Schüler lernten ihre individuellen Fähigkeiten in die Klasse einzubringen und lernten voneinander. Zudem fördere das tägliche Miteinander gegenseitigen Respekt und Akzeptanz. Das habe sich bereits bei der Aufnahme von elf Flüchtlingskindern in der Meckenheimer Grundschule gezeigt. Die Kinder legten allesamt eine große Hilfsbereitschaft an den Tag, versichert der Schulleiter. Im Schulalltag werde sich, insbesondere für bestehende Klassen, mit der Neuausrichtung kaum etwas ändern, stellt Forell klar. Baulich Veränderung seien zurzeit auch nicht nötig, könnten aber künftig mit dem Schwerpunktschule-Status schneller umgesetzt werden. Forell glaubt zudem, dass die pädagogische Arbeit erheblich erleichtert wird. Schließlich sei die zusätzliche Lehrkraft für die Förderung aller Schulkinder zuständig und arbeite in enger Absprache mit den Klassenlehrern. Und in Person von Andrea Walter bringt die neue Lehrerin viel Erfahrung mit an die Grundschule. Walter war zuvor an der Förderschule in Haßloch tätig. Daneben könnten Eltern von Kindern mit besonders großem Förderbedarf bei der zuständigen Sozialbehörde zusätzliche Integrationshelfer beantragen, sagt Forell. Für die Schwerpunktschule habe die Grundschule Meckenheim ein entsprechendes schuleigenes Konzept entwickeln müssen. Dazu habe es zwei Studientage im Mai und im Juni gegeben. „Wichtig war dabei die Frage: Was brauchen wir als Schule?“, sagt Forell. Wie sich das erarbeitete Konzept bewährt, wird sich bald zeigen. Forell ist sich sicher, dass mit dem neuen Schuljahr „eine spannende Zeit“ beginnt. |vnl

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