Neustadt Regelkunde: Spieldauer im Handball

Eine Handballpartie wird im Aktivenbereich über zweimal 30 Minuten gespielt, unterbrochen mit einer zehnminütigen Pause. Allerdings dauert ein Spiel weit mehr als diese 70 Minuten. Denn die Trainer haben die Möglichkeit, jeweils drei Team-Time-outs von einer Minute zu nehmen, um mit ihren Mannschaften die Taktik zu besprechen. Auch zahlreiche Wischpausen, bei denen in bestimmten Bereichen des 40 mal 20 Meter großen Spielfeldes der Schweiß der Akteure aufgewischt werden muss, um die Rutsch- und damit Verletzungsgefahr zu minimieren, verlängern die tatsächliche Spieldauer erheblich. Zudem haben die beiden Unparteiischen, die das dynamische Spiel in der Rollenverteilung Tor- beziehungsweise Feldschiedsrichter leiten, immer dann die Möglichkeit, die Spielzeit anzuhalten, wenn keine Aktion auf dem Spielfeld stattfindet. Unter anderem gehören hierzu das Austauschen des Spiel- balles, die Phase bis zur Ausführung eines Siebenmeters oder das verletzungsbedingte Behandeln eines Spielers auf dem Feld. So ist es leicht möglich, dass eine Begegnung 80 Minuten oder mehr andauern kann.
