Neustadt Realschüler zieht es zum Leibniz und zum KRG

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Nach der zehnten Klasse und damit der bestandenen Mittleren Reife an einer Realschule plus, einer Gesamtschule oder an einem Gymnasium dreht sich das „Wechselkarussell“. Spitzenreiter mit Anmeldungen externer Schüler ist das Leibniz-Gymnasium.

Für das „Leibniz“ vermeldet Oberstufenleiter Markus Zech 18 Neuanmeldungen. 15 Schüler kommen von einer Realschule plus, zwei Schüler von der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Deidesheim sowie ein Jugendlicher von einem anderen Gymnasium. Realschüler, die noch keine vier Jahre eine zweite Fremdsprache nachweisen können, müssen am Leibniz-Gymnasium fünf Stunden pro Woche Latein pauken. Dieser Kurs wurde speziell für die Realschüler eingerichtet. Eine zweite Fremdsprache ist Voraussetzung für die Allgemeine Hochschulreife. „Weitere zusätzliche Stützkurse für die Neuankömmlinge können wir nicht anbieten, denn der Stundenplan ist mit 33 bis 35 Pflichtstunden bereits vollgepackt“, erklärt Zech. Allerdings erhielten die Schulwechsler im Fach Mathematik Informationen, welche Bereiche beherrscht werden müssten. Auch am Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium wird extra für Jugendliche, die von einer Realschule plus ans KRG wechseln, ein fünfstündiger Grundkurs im Fach Französisch angeboten. Das KRG verzeichnet 16 Anmeldungen, darunter zehn Schüler einer Realschule, zwei von der IGS sowie vier von anderen Gymnasien. Zugangsvoraussetzung ist laut Oberstufenleiter Holger Lawonn generell ein Notendurchschnitt von 3,0. Außerdem darf in den Hauptfächern höchstens einmal eine „ausreichend“ stehen. „Wir führen mit Schülern und Eltern ein Aufnahmegespräch und bieten eine Info-Veranstaltung“, erklärt Lawonn. Am Käthe-Kollwitz-Gymnasium gibt es keinen neuen Fremdsprachen-Grundkurs. Daher ist die Zahl externer Schüler, die sich dort anmelden, meist gering. In diesem Jahr hat sich bislang nach Auskunft der Oberstufenleiterin Ute Clemens erst ein Schüler eingeschrieben. Am Gymnasium in Edenkoben gibt es ebenfalls keinen speziellen Sprachunterricht für Neueinsteiger. Die elf Schüler, die sich von außerhalb angemeldet haben, kommen laut der stellvertretenden Schulleiterin Jutta Kruppenbacher von Realschulen und haben dort über das Wahlpflichtfach die zweite Fremdsprache belegt, aus dem Ausland, aus weiteren Gymnasien des Umlandes und von der Montessori-Schule. Das Hannah-Arendt-Gymnasium in Haßloch nimmt als G-8-Gymnasium eine Sonderstellung ein. So beginnt dort bereits die Oberstufe mit der zehnten Klasse. Der Mittlere-Reife-Abschluss, auch „Sekundar-Abschluss I“ genannt, wird hier bereits am Ende der neunten Klasse erworben. „Daher startet bei uns bereits in der zehnten Klasse die Vorbereitungsphase und ab Klassenstufe elf beginnt die Qualifizierungsphase für das Abitur, das heißt, ab dann fließen die erzielten Zensuren in die Abitur-Qualifikation ein“, erklärt Schulleiter Eduard Seger. Das bedeutet, dass etwaige Schulwechsler in der zehnten Klasse in Haßloch einsteigen und damit diese Klasse quasi wiederholen. Bis jetzt sind sechs Schüler von außerhalb angemeldet. An zwei Realschulen plus in der Region gibt es Fachoberschule, die zur Fachhochschulreife führen. Eine große Nachfrage verzeichnen sowohl die Paul-Gillet-Realschule in Edenkoben als auch die Siebenpfeiffer-Realschule in Haßloch. Für Haßloch sind 118 Schüler für 60 Plätze gemeldet, in Edenkoben möchten 112 aufgenommen werden. Aber auch dort dürfen nur zwei Klassen mit je 30 Schülern gebildet werden. „In der Regel haben sich die Schüler an verschiedenen Oberstufen mehrfach angemeldet und warten auch noch auf Zusagen von Ausbildungsplätzen. Die Warteliste ist immer in Bewegung“, erklärt die Haßlocher Schulleiterin Monica Hübner. Bonuspunkte auf den Notendurchschnitt gebe es bei bestimmten Freiwilligendiensten wie dem „Sozialen Jahr“ oder auch in besonderen Härtefällen. „Wir haben noch nie jemand abweisen müssen, denn durch das Mehrfachanmelden relativiert sich die Zahl bis zum Schuljahresbeginn“, erklärt der Edenkobener Schulleiter Bertram Steinbacher. (kle)

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