Neustadt Punkt neun fällt der Startschuss

91-93554433.jpg

Heute beginnen die schriftlichen Abiturarbeiten in den Neustadter Gymnasien mit dem Fach Deutsch. Da in den Hauptfächern Mathematik, Englisch, Französisch und Deutsch landesweit zentrale Aufgaben-Elemente enthalten sind, fällt der Startschuss an allen rheinland-pfälzischen Gymnasien um 9 Uhr.

Im Fach Deutsch können die Schüler der zentralen Aufgabe entgehen, in dem sie aus den drei Themen ein anderes Gebiet wählen. In Mathematik und den Fremdsprachen sind die zentralen Elemente jedoch in einem besonderen Teil der Aufgaben enthalten (wir berichteten). Am Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium legen 113 Schüler ihr Abitur ab, davon starten heute 49 in Deutsch. Am Käthe-Kollwitz-Gymnasium sind es 69 Absolventen, davon 27 in Deutsch. Am Leibniz-Gymnasium werden 49 Schüler in Deutsch schriftlich geprüft, insgesamt gehen dort 92 Schüler ins Rennen um die allgemeine Hochschulreife. Premiere an der Integrierten Gesamtschule Deidesheim/Wachenheim: Der erste Abiturjahrgang der im Jahr 2008 eröffneten Schule steigt heute in die schriftlichen Prüfungen ein. Alle 61 Schüler der 13. Jahrgangsstufe sind zum Abitur zugelassen, informiert Schulleiter Georg Dumont. Eine Schülerin, die sich gerade einen Finger gebrochen hat, darf ausnahmsweise mit dem Laptop schreiben – allerdings ohne Internetzugang und Rechtschreibprüfung. Schriftlich geprüft wird bis zum 27. Januar. Der Oberstufenleiter des Leibniz-Gymnasiums, Markus Zech, hat am Montag wie alle seine Kollegen in den anderen Gymnasien die Schüler über die allgemeinen Bedingungen aufgeklärt. „Wir haben alles genannt, was den Ablauf angeht. Wo kommen die Jacken hin, wann wird begonnen, was passiert mit den Handys“, erklärt er. Auch die Frage, was bei kurzfristiger Erkrankung oder extremen Witterungseinflüssen geschieht, wurde besprochen. So benötigen die Schüler ein ärztliches Attest, wenn sie eine Klausur nicht mitschreiben können. Bei Glatteis oder Schneeglätte kann der Beginn nach hinten verschoben werden – außer bei den vier Abi-Prüfungen mit den zentralen Elementen. „Dort ist der Start aber generell erst um 9 Uhr, das entzerrt die Problematik, falls es zu Witterungsproblemen kommt“, sagt Zech. Das „Leibniz“ liegt am Hang und könnte besonders von solchen Problemen betroffen sein. Ein großer Teil der Vorbesprechung galt Paragraf 29 der Abiturordnung. Dort geht es um Täuschungsversuche. „Das Gesetz lässt hier viel Spielraum für die Aufsicht, es kommt also auf den Einzelfall an, wie und womit der Schüler täuschen wollte. Es gibt mehrere Möglichkeiten der Sanktionen, angefangen mit einer Verwarnung bis zur Wiederholung oder zum Ausschluss und dem Nichtbestehen“, sagt Zech. Allerdings denke er, dass diese Konsequenzen bei einem Täuschungsversuch schlimmer seien, als die Möglichkeit, in einer Klausur nicht so viele Punkte zu erhalten, weil man nicht alles lösen könnte. Das System sehe viele Möglichkeiten vor, bei weniger guten Leistungen einen Ausgleich zu schaffen. In der Regel seien die Schüler gut genug vorbereitet, um nicht auf Spickzettel zurückgreifen zu müssen, betont Zech. Er ist seit 2013 Oberstufenleiter und musste bislang noch keinen Ausschluss wegen einer Täuschung aussprechen. Die festgelegten Termine für die weiteren Fächer mit zentralen Elementen sind am Freitag, 13. Januar, (Englisch), am Montag, 16. Januar (Französisch), sowie am Mittwoch, 18. Januar (Mathematik). |kle/ff

x