Neustadt Plastiktüten: Auch Wasgau sortiert aus
Nach Rewe hat auch die Pirmasenser Handelskette Wasgau angekündigt, künftig auf Plastiktüten zu verzichten. „Nach Abverkauf des momentanen Bestandes wird auf Papiertragetaschen, Baumwolltaschen und Kassenkartons umgestellt“, informierte eine Sprecherin des Unternehmens.
Das Thema „Plastiktüte“ sei schon längere Zeit „im Prüfmodus“, alternative Verpackungen befänden sich schon in der Umsetzungsphase. Allerdings sei der zeitliche Vorlauf für die benötigten Mengen zu berücksichtigen. Wasgau-Märkte gibt es in Neustadt und Umgebung in Geinsheim, Maikammer und Deidesheim. Bei Globus wird es die kostenpflichtigen Plastiktüten an der Kasse weiterhin geben. Der Reinerlös werde für Umweltprojekte gespendet – bereits seit längerem, informierte Werbeleiter Roland Hauck. Zurzeit werde allerdings kaum ein Gewinn erzielt. Verzichten will Globus an der Kasse aber auf dünne, bisher kostenlose Tüten. Diese soll es künftig nur noch bei Obst und Gemüse geben. Der gesamte Handel beschäftige sich mit dem Thema Plastiktüten, betonte Hauck. Dennoch spricht Hauck von einem „Scheingefecht“. Wichtiger wäre seiner Meinung nach beispielsweise eine „saubere Definition“ bei der Frage, wie und wo Plastik entsorgt werden soll. So dürfe ja nicht alles, was aus Plastik ist, in den Gelben Sack, sondern nur Verpackungsmaterial. Die Edeka-Einkaufsgenossenschaft teilte gestern mit, bis zum Herbst würden die Kunststoff-Tragetaschen aussortiert. Man stelle um auf ein umweltfreundliches Material, das zu 80 Prozent aus einem recycelten Rohstoff bestehe. Edeka habe bereits im Januar als Vorreiter auf dem Markt die erste recycelte Tiefkühltasche eingeführt, berichtet Nina Schneider, Sprecherin von Edeka Südwest in Offenburg. Auf Einweg-Papiertüten zu setzen ist nach Meinung von Edeka keine Lösung. Eine Kunststofftasche, die mehrfach verwendet werde, habe eine bessere Energiebilanz. (kkr/wkr) Wochenspiegel