Neustadt Pflaster künftig „verschiebesicher“
Im Jahr 2000 waren der Rathausplatz und der Einmündungsbereich von der Kirchgasse her umgestaltet worden. Dabei waren Betonpflastersteine in sogenanntem starrem Ausbau verlegt worden. 17 Jahre später zeigt sich der Rathausplatz selbst zwar noch weitestgehend ohne Schäden, aber in der Einmündung von der Kirchgasse her sind fast alle Steine lose. Deshalb soll dieser Bereich ab dem 24. Juli saniert werden. Nach Fertigstellung der Arbeiten sollen die Pflastersteine künftig „verschiebesicher“ sein. Zehn Tage sind für die Arbeiten vorgesehen. Beim „starren Ausbau“ ist nach Angaben der Bauverwaltung besonders problematisch, dass man die Fugen nicht nachverfüllen kann und der alte Fugenmörtel an den Steinen anhaftet, sodass sie nicht mehr verwendet werden können. Eine Sanierung mit den vorhandenen Steinen sei deshalb nicht möglich. Es sei erforderlich, den Straßenoberbau bis auf die ungebundenen Tragschichten abzutragen und neu aufzubauen. Betonpflaster sei zwar ein langlebiger Straßenbaustoff, erläutert die Bauverwaltung, aber bei sehr starker Belastung könnten Probleme auftreten. – nicht wegen des Steins selbst, sondern wegen der Verlegefuge. Diese bestehe in der Regel aus Sand und könne durch verschiedene Faktoren – beispielsweise Ausspülung, Reifenunterdruck beim Befahren, Kehrmaschinen, fehlende Fugenbreite beim Verlegen – entleert werden. Die Folge: Die Steine verschieben sich und das Pflaster klappert. Es gebe Varianten, bei denen das Pflaster nicht im Sandbett und mit Fugensand verlegt wurde, sondern in einem Mörtelbett und einer mit Spezialmörtel verfüllten Fuge. Unter diesem Aufbau befinde sich dann noch eine Drainbetonschicht (starrer Ausbau). In Zusammenarbeit mit dem Pflastersteinproduzenten Pfenning aus Lampertheim soll im Einmündungsbereich Kirchgasse/Rathausplatz nun ein neuartiges Produkt zum Einsatz kommen, das jetzt in der Praxis erprobt werden soll: ein Betonstein mit einer umschließenden Kunststofffuge. Die Steine werden laut Bauverwaltung auf einer herkömmlichen Schottertragschicht und auf einem Sand-/Splittbett verlegt. Das Ausfugen der Steine mit Sand sei nicht mehr erforderlich. Pfenning nenne als Vorteile, dass die Steine dauerhaft verschiebesicher und schneller befahrbar sein sollen. Der Hersteller übernehme die Verlegekosten und garantiere der Gemeinde Haßloch eine zehnjährige Gewährleistung. Die Gemeinde müsse nur die Kosten für die Pflastersteine – etwa 5000 Euro – selbst tragen. Für die Sanierung der Einmündung ist ab dem 24. Juli eine Bauzeit von etwa zehn Tagen vorgesehen. Die Fahrbahn der Kirchgasse (Hausnummern 3 bis 7) zwischen der Langgasse und der Schillerstraße wird in dieser Zeit voll gesperrt. Anwohner können die Kirchgasse bis zur Baustelle weiterhin befahren. Die Umleitungen sind örtlich ausgeschildert. Fußgänger können die Gehwege weiterhin benutzen. Die Bushaltestelle „Rathausplatz“ wird für Busse in Richtung Lachen-Speyerdorf in die Schillerstraße verlegt. Eine Ersatzhaltestelle wird gegenüber vom Raiffeisenmarkt eingerichtet. Als Ersatz für die Haltestelle am Blaubär ist die Haltestelle „Rathausplatz“ in der Langgasse vorgesehen.