Neustadt Pfälzer Lied und Bayern-Hymne

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Gleich drei Jubiläen feierte die Kolpingfamilie Deidesheim: 85 Jahre Kolpingfamilie, 60 Jahre Kolpingdenkmal und 40 Jahre Partnerschaft mit der Kolpingfamilie Freising hieß es am Wochenende. Und den Höhepunkt bildete die bereits seit Wochen ausgebuchte Bierprobe.

Schon seit Wochen war das Ereignis, das alle fünf Jahre in der Stadthalle stattfindet, ausverkauft. Knapp 300 Gäste nutzten diesmal die Gelegenheit, bei der von Diplom-Braumeister Dominik Mertens organisierten Probe Biere diverser Geschmacksrichtungen zu verkosten. Zehn Spezialitäten der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan in Freising konnten die Kolpingschwestern und -brüder in der voll besetzten Stadthalle verkosten. Dazwischen folgten immer wieder musikalische Weisen der Kolpingfamilie unter der Leitung von Rainer Hartwig. Manche konnte den Beginn kaum erwarten. So auch die befreundeten Kolpingbrüder aus Schifferstadt, die eigens mit 14 Mitgliedern nach Deidesheim gekommen waren und zwischendurch auch „Treu Kolping“ sangen. „Wir sind alle interessierte Biergenießer, da wollten wir in Deidesheim auf jeden Fall dabei sein“, sagte Bernd Doser. So freute man sich auch darüber, dass Elisabeth Maier, die Freisinger Kolpingschwester, ihnen sogar den Jahreskrug aus dem Jahre 1984 überließ. „Dieser Krug bekommt bei uns einen besonderen Platz“, ergänzte Doser. Die Bierpalette reichte vom „Original Helles“ mit einem Alkoholgehalt von 5,1 Prozent über die gleiche Sorte ohne Alkohol, dem alkoholfreien Hefeweißbier und eben der leichten Version mit 2,6 Prozent Alkohol. Mertens stellte mit launigen Worten auch die Brauerei, deren Entstehung und ihre Entwicklung zu einer weltweit namhaften Brauerei vor. Die jungen Mitglieder der Kolpingfamilie Freising stellten die gut gekühlten Biere auf den Tischen bereit. Auch beim Weißbier, so lernten die Besucher, gibt es noch mal diverse Varianten: die dunkle Version oder die einzigartige Spezialität, den Vitus Weizenbock mit 7,7 Prozent Alkohol, bis hin zum Kristallweizen. Da stimmten die bierseligen Gäste unter den Klängen der Kolpingkapelle die Hymne „Auf Ihr Brieder in die Palz“ an und begannen mit den ersten Schunkelrunden. Er herrschte ausgelassene Stimmung, es flogen die ersten Bierdeckel und Pappteller durch den Saal. Und spätestens beim Finale, als die Mädels in ihren feschen Dirndln das traditionelle dunkle Hefeweizen und „Korbinian“ ausschenkten, erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt. Die Gäste standen auf den Stühlen, das „Pfälzer Lied“ wurde gemeinsam von Pfälzern und Bayern eingestimmt. Das Finale gehörte aber den Freunden aus Freising, die nach drei unvergesslichen Stunden die Hand auf ihr Herz legten und die Bayern-Hymne „Gott mit dir du Land der Bayern, Heimaterde, Vaterland!“ sangen. (wij)

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