Neustadt Pendeln mit dem Schulranzen

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Nicht nur Berufstätige – auch Schüler pendeln. 23 Prozent der Fünftklässler im zu Ende gegangenen Schuljahr besuchten Schulen außerhalb der Stadt, in Zahlen sind das 96. Gleichzeitig fahren 157 Schüler der fünften Klassen aus dem Umland nach Neustadt, das entspricht etwa einem Drittel der Neustadter Schüler in den fünften Klassen.

Diese Zahlen stehen im Entwurf zum neuen Schulentwicklungsplan von Neustadt und machen deutlich, warum bei der Frage, wie Neustadts Schulen sich verändern sollen, über den Tellerrand hinaus geblickt werden muss. Soll heißen: in die Landkreise Bad Dürkheim und Südliche Weinstraße, aber auch – im Hinblick auf das Lambrechter Tal – in Richtung Kaiserslautern. Der größte Anteil der Neustadter Schulpendler in den fünften Klassen drückte an der Realschule plus in Haßloch die Schulbank (45), gefolgt vom Gymnasium Haßloch (19), dem Gymnasium Edenkoben (13) und der Realschule plus in Edenkoben (11). Die Zahlen entsprechen auch in etwa dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Einzige Ausnahme, nur zwei Neustadter meldeten sich 2015 an der Montessori-Schule in Landau an. Es gibt Jahre, in denen sogar zehn oder zwölf Neustadter aus einem Jahrgang diese Privatschule besuchen. Unberücksichtigt in der Auspendler-Statistik blieb die Realschule plus Lambrecht. Das hängt mit dem Prüfauftrag für den Schulentwicklungsplan zusammen. Die Gutachter von Biregio sollten ja untersuchen, ob eine Fusion der Realschulen Neustadt und Lambrecht sinnvoll wäre. Deshalb zählte Lambrecht in der Untersuchung zu Neustadt. In der umgekehrten Richtung, bei den Einpendlern, sind die Lambrechter Schüler mitgezählt worden. Sie stellen traditionell das größte Kontingent an Einpendlern: im abgelaufenen Schuljahr 37, im Durchschnitt 33. Es folgen 19 Haßlocher (Durchschnitt 24), 13 Deidesheimer (Durchschnitt 10), zwölf Elmsteiner (Durchschnitt 17) und acht Ruppertsberger (Durchschnitt 6). In der Summe kommt Jahr für Jahr rund ein Drittel der Neuanmeldungen an den weiterführenden Schulen aus dem Umland. Interessant: Obwohl es in Lambrecht eine Realschule plus gibt, stellen die Lambrechter im Schnitt neun Prozent der Neuanmeldungen für die Realschule plus in Neustadt, in den aktuellen fünften Klassen sind es 21 Schüler. Gleichzeit stellen Neustadter in Lambrecht im Schnitt 19 Prozent der Anmeldungen, aktuell sind es in den fünften Klassen zwölf Schüler. Die Einpendler zu den Neustadtern Gymnasien sind relativ gleichmäßig verteilt. Die größte Gruppe mit sieben Prozent und aktuell 17 Fünftklässlern kommt aus Haßloch. Ein Einpendler-Gymnasium ist das „Kurfürst-Ruprecht", was wohl mit seiner Ausnahmestellung als „Altsprachliches“ zusammenhängen mag. Im Schnitt kommen 41 Prozent der KRGler aus dem Umland, am Leibniz-Gymnasium sind es 40 Prozent, am „Käthe“ liegt die Quote nur bei 25 Prozent. Die Serie Die Bonner Firma Biregio hat im Auftrag der Stadt Vorschläge zur Schulentwicklung gemacht. Das Gutachten soll Grundlage sein für den Schulentwicklungsplan, über den der Stadtrat im November entscheidet. Wir berichten in loser Folge über die Bestandsaufnahme und die Empfehlungen. |wkr

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