Neustadt Pascal Bender will OB werden

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Am 31. Dezember 2017 endet die zweite Amtszeit von CDU-Oberbürgermeister Hans Georg Löffler, der dann 64 Jahre alt sein wird und nach 16 Jahren im Amt nicht mehr antritt. Die Urwahl um die Nachfolge muss laut Gemeindeordnung zwischen dem 1. April und dem 30. September 2017 stattfinden. Nach Marc Weigel (37) für die Freien Wähler hat gestern auch Pascal Bender (46) für die SPD seinen Hut in den Ring geworfen. Die CDU hat sich noch nicht festgelegt. Der Kreisvorsitzende, Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer (53), erklärte gestern, es gebe eine sechsköpfige Findungskommission der Partei, die bis Jahresende einen Vorschlag machen werde. Bender ist einstimmig vorgeschlagen von der SPD-Stadtratsfraktion und dem Vorstand des Stadtverbandes. Am 27. Juni soll er bei einer Stadtverbandskonferenz offiziell nominiert werden. Andreas Böhringer, einer der beiden stellvertretenden Stadtverbandsvorsitzenden, erklärt, man sei eine Reihe von internen und externen Kandidaten durchgegangen. An der Diskussion hätte sich auch Alexander Schweitzer, als Vorsitzender der SPD Pfalz, und die künftige Landtagsabgeordnete Giorgina Kazungu-Haß beteiligt. „Am Ende kamen wir zu der Überzeugung, dass wir einen Kandidaten mit Neustadter Wurzeln brauchen, der genügend Abstand zu dem Desaster unter Hans Georg Löffler hat. Ein Mann, der für Teamgeist steht, Brücken bauen kann und als Unternehmer bewiesen hat, dass er Führungsqualitäten hat“, sagte Böhringer. Auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterstütze die Kandidatur von Bender in ihrer Geburtsstadt. Pascal Bender erklärte: „Ich bin ein Kind dieser Stadt. Ihre Situation macht mich betroffen. Bad Dürkheim, Speyer und Landau hängen uns ab. Darunter leide ich. Das will ich ändern.“ Bei Bürgern und Unternehmern gebe es ein großes Misstrauen gegenüber der Stadtführung. Mangelnde Kommunikation und oft auch Fehlinformationen hätten Gräben des Misstrauens aufgerissen. Brach liege vor allem die Wirtschaftsförderung, die Oberbürgermeister Löffler nach wie vor sträflich vernachlässige. Wie bereits die Freien Wähler fordert auch die SPD einen Wahltermin unabhängig von der Bundestagswahl im September 2017. „Ich werde dafür kämpfen, dass wir einen eigenen Wahltermin bekommen, am besten noch vor der Sommerpause. Das darf keine Frage der Kosten sein. Die Stadt hat schon viel sinnloser Geld verpulvert. Da steht für Neustadt einfach zu viel auf dem Spiel“, sagte Bender. Die Bürger hätten nach den Jahren des Stillstandes und Rückschrittes unter Hans Georg Löffler einen Anspruch darauf, ohne Bundeseinflüsse ihre Entscheidung treffen zu können. Da eine Stichwahl nicht ausgeschlossen sei, wäre bei einem so späten Wahltermin ein geordneter Übergang überhaupt nicht möglich, zumal auch die Amtszeit des Beigeordneten Georg Krist am 9. September auslaufe. Die Aufsichtsbehörde kann laut Gemeindeordnung auch einen Wahltermin zulassen, der die Drei-Monatsfrist überschreitet, „wenn dadurch die gleichzeitige Durchführung der Wahl mit einer anderen Wahl ermöglicht wird“. (wkr)

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