Neustadt Parken für zwei Stunden

Auf dem Bürgersteig geparkte Autos sind für Anwohner ein Ärgernis.
Auf dem Bürgersteig geparkte Autos sind für Anwohner ein Ärgernis.

Die Parkmöglichkeiten in der Bahnhofstraße in Maikammer werden deutlich reduziert. Die Mitglieder des Gemeinderats Maikammer haben in ihrer Sitzung am Dienstag ein Parkkonzept beschlossen, das die Einzeichnung von 16 Parkplätzen in der Straße vorsieht. Bislang gab es dort keine eingezeichneten Flächen. Nach einer einjährigen Testphase sollen Änderungen möglich sein.

Seit einiger Zeit gebe es verstärkt Beschwerden, dass in der Bahnhofstraße behindernd und teilweise auch auf dem Gehweg geparkt werde, berichtete Ortsbürgermeister Karl Schäfer (CDU). Um hier Abhilfe zu schaffen, sei ein Konzept mit 16 alternierend auf beiden Seiten der Straße eingezeichneten Parkboxen entwickelt worden. Solche Parkboxen hätten sich bereits in anderen Straßen des Orts bewährt, so Schäfer. Das Konzept habe zur Folge, dass es zukünftig in der Bahnhofstraße „erheblich weniger Parkplätze“ geben werde. Die Nutzung der Parkboxen solle auf zwei Stunden beschränkt werden. Den Bauherren von Mehrfamilienhäusern werde auferlegt, dass sie pro Wohneinheit zwei Parkplätze schaffen müssen. Doch habe die Gemeinde keine Möglichkeit vorzuschreiben, dass diese zusammen mit den Wohnungen verkauft werden müssen, so Schäfer auf die Frage eines Anwohners der Bahnhofstraße. Wie mehrfach berichtet, werden dort Mehrfamilienhäuser gebaut. Schäfer teilte mit, dass die Straße ab 12. November für etwa zwei Wochen gesperrt wird, weil die Werke Hausanschlüsse legen. Die Anwohner der Straßen, in denen das Parken zeitlich eingeschränkt ist, konnten bislang kostenpflichtige Parkausweise bekommen. Allerdings habe es keinen entsprechenden Gemeinderatsbeschluss gegeben. Um Rechtssicherheit zu haben, sei dies erforderlich, sagte Schäfer. Einstimmig beschlossen die Ratsmitglieder, dass die Anwohner von Markt-, Friedhof-, Hartmann-, Blumenstraße sowie Alsterweiler Hauptstraße kostenpflichtige Parkausweise bekommen können. Ein weiteres Thema war das Neubaugebiet Im Eulbusch III. Nachdem der Bebauungsplan nun alle vorgeschriebenen Stationen durchlaufen hat, wurde er einstimmig als Satzung beschlossen. Wie mehrfach berichtet, entsteht ein etwa vier Hektar großes Baugebiet, das nördlich und östlich des Friedhofs verläuft und an das Baugebiet Im Eulbusch anschließt. Anwohner der Diedesfelder Straße hatten sich dagegen gewehrt, dass die Zu- und Abfahrt des Gebiets über ihre Straße erfolgen soll, da dies zu einer unzumutbaren Verkehrsbelastung führe. Schäfer teilte mit, dass im September mehrfach der Verkehr in der Straße gezählt worden sei. Insgesamt sei sechsmal zu Zeiten des Berufsverkehrs jeweils eine Stunde lang gezählt worden. Pro Stunde seien zwischen 37 und 43 Fahrzeuge durch die Straße gefahren. Es sei davon auszugehen, dass zu anderen Zeiten der Verkehr noch geringer sei. Laut Prognosen werde sich der Verkehr in der Diedesfelder Straße durch das Baugebiet verdoppeln oder höchstens verdreifachen. Diese Verkehrsbelastung sei „zu vernachlässigen“, so Schäfer. Ebenfalls einstimmig wurde die Satzung für eine Änderung des Bebauungsplan Im Eulbusch beschlossen. Sie war erforderlich, weil drei Grundstücke aus dem Gebiet des Bebauungsplans herausgenommen und in das Gebiet des Bebauungsplans Im Eulbusch III übertragen wurden.

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