Neustadt „Pälzer Bu“ ist der Star des Films

„Normal Pfälzer Day“ – so heißt der jüngste Kurzfilm des 18-jährigen Hobby-Filmemachers Benedikt Hild aus Edenkoben. Er zeigt auf amüsante Weise einen typischen „Pälzer Bu“ in seinem Alltag. Sechs Monate lang wurde mit zwölf Darstellern an zehn Schauplätzen gedreht. Heute feiert der Film auf dem Kurzfilmfestival „Zum Goldenen Hirsch“ in Mannheim Premiere.
Natürlich spielt der Film auch mit Pfälzer Klischees wie Wein, „Lewwerworscht“ und „Betze“, dies aber in einer sehr erfrischenden und jungen Herangehensweise. Im vergangenen Jahr hatte Hild bereits einen Film über den „Besenfresser Hans Bauer“ gedreht, der am Edenkobener Friedensdenkmal ein Besenrestaurant eröffnet. Dieser war auf der Internetplattform Youtube viel beachtet worden (die RHEINPFALZ berichtete am 13. September 2013). Im Mai dieses Jahres begann die Filmcrew, zu der neben Hild auch seine gleichaltrigen Co-Regisseure und Mitproduzenten Robert Hammann und René Hawelka sowie etliche „Assistenten“ gehören, mit den Dreharbeiten für das neue Videoprojekt. Hild schrieb das Skript und zeichnete für Schnitt und Bearbeitung verantwortlich. Eine prima Hilfe, so der junge Mann aus Edenkoben, sei die Finanzspritze von 1000 Euro der Organisation „Think Big“ gewesen. „Dadurch konnte ich meine Kreativität an verschiedenen Schauplätzen einbringen, etwa in einem Weinberg in Frankweiler, auf der Edenkobener Sesselbahn oder auf der Bornheimer Draisinenbahn. Wir sind 550 Kilometer quer durch die Pfalz gefahren“, berichtet Hild – und ergänzt: „Wir waren alle total motiviert.“ Der euphorisierende Funke der jungen Leute ist dann wohl auch auf ihre Unterstützer übergesprungen: „Bürgermeister Werner Kastner aus Edenkoben hat uns Winzerkittel ausgeliehen, und der FCK-Pressesprecher Stefan Roßkopf hat sogar organisiert, dass wir eine halbe Stunde lang im leeren Stadion auf dem Betzenberg drehen durften“, berichtet Hild voller Begeisterung.