Neustadt Oldies und junge Weine

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Maikammer hat bereits sein Maifest, aber jetzt kommt Anfang Mai ein dreitägiges Festival als weiterer Höhepunkt im Terminkalender hinzu. Im Programm: Skulpturen-Ausstellung, Jazz, Mundart-Comedy, Aktionen für Kinder, klassischer Musik, alte Hits und junge Weine.

Das Motto lautet „Wein. Kultur. Erleben.“ Eine große Bühne wird dazu auf dem Marktplatz von Maikammer aufgebaut. Dort treten am 30. April die „Fünf Pfälzer Experten am Stammtisch“ auf. Am Abend spielen die Beat Brothers Oldies aus den 60er und 70er Jahren, aber auch neuere Gitarrenmusik. Am 1. Mai spielt die „Blue Note Big Band“ zum Frühschoppen auf. Der Nachmittag gehört den Kindern: „Basti“ alias Sebastian Linzenmayer singt mit den kleinen Besuchern Kinderlieder, Vlada Hauser sorgt mit Kinder-Malaktionen für Unterhaltung. Musikalischer Abschluss ist ein Konzert der Jugendphilharmonie Neustadt. Auftakt für das Festival ist aber im Lavendelgarten beim Bürgerhaus. Dort wird am 29. April ein Skulpturenpark eröffnet. Drei Bildhauer präsentieren Werke aus Stein (Bernhard Mathäss), Glas (Wolfgang Helfferich) und Holz (Willie Hoffelder). Neu ist eine „Maikammer – Newkammer“. Das zweite Wort, eine Mischung aus dem Ortsnamen und dem englischen Newcomer weist darauf hin, dass etwas neu in die Festivalszene tritt. Es ist eine Jungweinprobe, die den traditionellen Weinmarathon im Bürgerhaus ablösen soll. Nicht mehr rund um die Uhr, sondern nur einen Abend lang sind dann junge Weine von 25 Maikammerer Weingütern zu verkosten. Es sind die Winzerbetriebe, die auch das ganze Jahr über ihre Weine in der Ortsvinothek im Bürgerhaus anstellen. Begleitend dazu spielt das „Claudia Lemperle Duo“ aus Frankfurt Jazz und soll für „Loungestimmung“ (Originalton Pressemitteilung) sorgen. Was das übrige Kulturprogramm angeht, setzt die Ortsgemeinde auf über das ganze Jahr verteilte Termine. Der erste ist bereits rum: das Neujahrskonzert mit dem Johann-Strauß-Orchester Budapest. Es war mit 250 Besuchern total ausverkauft, berichtet Bürgermeister Karl Schäfer, der das als Gradmesser ansieht, wie bekannt das Maikammerer Kulturprogramm in der Region bereits geworden ist. Das Programm endet im Dezember mit dem „Wunschtheater Deidesheim“ für Kinder im Bürgerhaus. Ansonsten setzt es auf Vielfalt: sinfonische Blasmusik (Kreisjugendorchester, 27. November), Gipsy-Sound (7. August), Comedy (22. Juli, mit Britta und Chako Habekost) und Pop-Art (von Moritz Götze ab 26. Juni). Vielfalt auch in den Orten: Auf der Kropsburg tritt der Liedermacher Marcel Adam aus Lothringen auf (17. Juni), in Weingütern das Jaworek-Reinhardt-Ensemble zum Jazzfrühschoppen, das Ehepaar Habekost mit Comedy und Lesung. In der Katholischen Kirche spielt das Trompeten-Ensemble der Musikhochschule Karlsruhe auf. Und auch in der Vinothek treten Künstler auf, sei es dass Germann Jossé „Geschichten um die Weinstraße und die rätselhafte Pfalz“ präsentiert (19. Februar) oder Alena Steinlechner und Sonja Jakobi Bilder zum Thema Wein zeigen (3. März). Ein Programm, das „nicht austauschbar“ ist, will Hans Gareis präsentieren, der dieses ehrenamtlich für die Gemeinde zusammengestellt hat. Und er sagt auch, worin ein Teil des Geheimnisses liegt. Die Künstler sind hier nicht anonym. Sie wissen, sie werden auch betreut, sie werden nach dem Konzert beispielsweise zur Runde beim Wein eingeladen. Für das Kulturprogramm stehen 22.000 Euro im Haushalt der Gemeinde. Das allein genügt aber nicht, wenn man hohe Ansprüche stelle, wie Schäfer sagt. Regionale Banken, Energieversorger, aber auch Weingüter und Hotels tragen als Sponsoren dazu bei. So lag das Defizit im vergangenen Jahr nach Auskunft Schäfers nur bei 5000 Euro. (ff)

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