Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Notarztversorgung in Neustadt: Große Aufgabe

101708605

Der Wechsel am Hetzelstift führt vor Augen: Die medizinische Versorgung ist keine Selbstverständlichkeit.

Deutschland wird gerade ziemlich durchgeschüttelt. Fast täglich streikt eine Berufsgruppe, um auf ihre Sorgen und Ängste aufmerksam zu machen. Das ist ja auch berechtigt. Und in vielen Fällen wird dem Rest vor Augen geführt: So ganz selbstverständlich ist es eben nicht, dass Patienten behandelt werden, Züge fahren oder der Müll abgeholt wird. Es muss schon jeder seinen Beitrag leisten, dass das Gesamtgefüge funktionieren kann. Auf diesem Prinzip beruht auch der Notarztstandort Neustadt. Am Hetzelstift ist die Organisation angesiedelt. Das Krankenhaus ist zu klein, um alle Dienste selbst abdecken zu können. Also gibt es über Nacht und an Wochenenden ein Honorarsystem, für das sich Freiwillige melden. 25 solcher Überzeugungstäter gibt es. Für die Notarztdienste verzichten sie auf Freizeit – keine Selbstverständlichkeit. Und was kann unser kleiner Beitrag sein? Verantwortungsvoll mit Notrufen umgehen. Damit das Personal nicht überlastet wird und denen geholfen werden kann, die dringend Hilfe brauchen.

x