Leichtathletik Nikolauslauf beim LC Haßloch ein großer Erfolg

Im Bambinirennen in Haßloch sammelten Mädchen und Jungen erste Wettkampferfahrungen.
Im Bambinirennen in Haßloch sammelten Mädchen und Jungen erste Wettkampferfahrungen.

Plötzlich schnellen die Anmeldezahlen für den Nikolauslauf beim LC Haßloch in die Höhe. Für die Organisatoren ist das manchmal nicht ganz einfach. Das hat einen Grund.

Der 50. Nikolauslauf im Badepark Haßloch war auch im Regen ein großer Erfolg. Wegen der vorübergehenden Schließung des Badeparks muss der ausrichtende LC Haßloch nächstes Jahr umziehen und hat mit dem Holiday Park einen neuen Partner gefunden.

Eine Woche vor dem Nikolauslauf hatten sich etwa 250 Teilnehmer für den Jubiläumslauf des LCH angemeldet. Der für den Renntag angekündigte Regen hatte die Erwartungen auf viele kurzfristige Meldungen gedämpft. Doch die Sorge erwies sich als unbegründet. In der letzten Woche vor dem Lauf verdoppelte sich die Anzahl der Meldungen beinahe. Der angekündigte Regen war vor allem in der Nacht vor dem Rennen gefallen und hatte das Geläuf rutschig gemacht. Im Rennen selbst fiel nur noch wenig Niederschlag.

Die unerwartet hohe Teilnehmerzahl brachte die Veranstalter kurz ins Schwitzen. Michael Stumpp, stellvertretender Vorsitzender des LCH, sagt, die Voraussetzungen für die Ausrichter solcher Rennen hätten sich verschlechtert: „Seit Corona haben die Veranstalter das Problem, dass die Läufer erst sehr kurzfristig melden. Man kann also schlecht planen.“ In Haßloch, wo jeder teilnehmende Läufer einen Schokoladennikolaus bekommt, musste der LC deshalb kurzfristig noch einmal größere Mengen an Nikoläusen nachkaufen, um alle Teilnehmer versorgen zu können.

Bestmögliche Lösung

Es war das vorerst letzte Rennen am Haßlocher Badepark, der am 15. Dezember seine Tore vorerst schließt und wegen einer größeren Renovierung in den nächsten Jahren nicht zur Verfügung stehen wird. Doch die Lösung, die der LC Haßloch nun am Tag des Jubiläumslaufs präsentierte, schafft bestmögliche Voraussetzungen für das kommende Jahr, sagt Stumpp: „Wir haben uns an den Holiday Park gewendet. Die Idee war, zusammen mit dem Holiday Park eine Veranstaltung aufzuziehen. Das kennt man aus andern Ländern. Es gibt in den USA zum Beispiel den Disneyland-Marathon, wo man teilweise durch den Park läuft und den anderen Teil durch die Umgebung. Die Betreiber des Holiday Parks waren begeistert von der Idee. So wird der nächste Lauf an Nikolaus im Holiday Park stattfinden.“

Allerdings wird es im kommenden Jahr kein Osterrennen geben. Ein Brand auf der Pferderennbahn hat das Gelände für die Zwecke des LC unnutzbar gemacht. Stumpp: „Da, wo wir normalerweise einen überdachten Platz für unsere Veranstaltung haben, klafft gerade ein großes Loch. Deshalb können wir nächstes Jahr dort nicht laufen und konzentrieren uns darauf, den Nikolauslauf im Holiday Park auszurichten, wo es sehr gute Voraussetzungen für eine größere Veranstaltung wie unsere gibt.“

Der Testlauf

Ob der Nikolauslauf im Holiday Park eine feste Einrichtung wird, ist noch offen, sagt stellvertretende Vorsitzende: „Nächstes Jahr ist ein Test für uns, und dann schauen wir mal, wie wir das in Zukunft machen. Der Badepark wird ja von den Betreibern des Holiday Park umgebaut. Vielleicht könnten wir dann ja auch hier wieder etwas zusammen organisieren.“

Der Nikolauslauf ist nicht nur ein Angebot für Topläufer, die Bestzeiten erzielen wollen, auch wenn die 10.000-Meter-Strecke offiziell vermessen wurde und die Ergebnisse deshalb bestenlistenfähig sind. Das Bambinirennen zu Beginn der Veranstaltung wendet sich an die Jüngsten, die erste Rennerfahrung sammeln wollen. Am anschließenden 5000-Meter-Lauf nahmen mit Hans Jürgen Herr (Haßloch) und Peter Fußer (Ludwigshafen) zwei Läufer teil, die schon über 80 Jahre alt sind. Ebenfalls mit dabei: der Schifferstadter Frauen-Lauftreff „Nicht schnell, aber schön“, der regelmäßig an Läufen in der Umgebung teilnimmt und mit pinkfarbenen Softshell-Jacken optisch herausstach. Und es gab auch Teilnehmer, denen ein Rennen nicht genug war und die beide Langstrecken absolvierten – mit etwa 20 Minuten Pause dazwischen.

Das Rennen über 5000 Meter gewann Timo Schreieck, der mit 17:55 Minuten als einziger Läufer unter 18 Minuten blieb. Sein Bruder Lucas belegte Rang drei. Dazwischen schob sich Daniel Blechschmitt. Über 10.000 Meter siegte Eric Nied aus Maikammer in 34:06 Minuten. Auch Denis Ludosan und Alexander Tarlton erreichten in weniger als 35 Minuten das Ziel.

 Eric Nies siegte über zehn Kilometer.
Eric Nies siegte über zehn Kilometer.
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