Neustadt Neustadter Speerwurf-Spezialisten

«Landau.» Bei den Pfalzmeisterschaften am Samstag in Landau gab es für die Leichtathleten der LG Neustadt sechs Titel, viermal Gold für den LC Haßloch sowie je drei Titel für die TSG Haßloch und den TV Gimmeldingen.
Die Athleten der LG Neustadt zeigten sich dabei als Speerwurf-Spezialisten. Trainer Helmut Geiger hat eine engagierte Trainingsgruppe, die gleich für vier Goldmedaillen sorgte. Neben Routinier Moritz Hoffmann, der zuverlässig bei jedem Wettkampf mindestens an die 60-Meter-Marke bei den Männer wirft, gab es weitere Titel mit dem Speer für Lara Kirchberg, Finn Kirchberg sowie Till Saßmann. Zweite Plätze belegten zudem Nico Engel und Vincent Schneider. Aber auch Simon Haag zeigte mit Rang drei in der Altersklasse U18 seine Stärke mit dem Speer. Er ist normalerweise noch in der Altersklasse M15 unterwegs und wirft dort mit einem 100 Gramm leichteren Speer. „Er kam mit dem schweren 700-Gramm-Gerät gut zurecht und kam mit 45,22 Meter auf Platz drei“, teilte LG-Trainerin Gabi Geiger mit. Sprinter Andreas Seeber qualifizierte sich in 11,36 Sekunden über 100 Meter für die süddeutschen U23-Meisterschaften. Auch Roy Heilmann schaffte die Norm für die süddeutschen Meisterschaften bei den Männern sowie für die deutschen U23-Meisterschaften in 22,30 Sekunden über 200 Meter. Beim LC Haßloch stellten sich Emil Leibrock und Philipp Baron in ihren jeweiligen Altersklassen gleich zweimal einer Belastung über die Mittelstrecken und starteten trotz der Hitze jeweils über 800 und 1500 Meter. Für Baron gab es Gold über 1500 Meter und eine persönliche Bestzeit über die doppelte Stadionrunde in der U18. Leibrock, der noch in der Altersklasse U20 startet, holte bei den Männern die Silbermedaille in 2:02 Minuten über 800 Meter, verfehlte jedoch sein Ziel, unter zwei Minuten ins Ziel zu kommen. Für Stabhochspringerin Rebekka Berlin (LC Haßloch) brachte die neue Bestmarke von 3,10 Metern nicht nur den Titel, sondern auch die Norm für die deutschen Jugendmeisterschaften. Ihre Schwester Salome Berlin gilt mit der neuen Besthöhe von 2,80 Metern in der W13 ebenfalls als weitere Stabhochsprunghoffnung beim LCH. „Ihr fehlen zur Norm für die nationalen U16-Meisterschaften nur noch 20 Zentimeter“, teilte LCH-Pressesprecher Paul Leibrock mit. Nach einer Verletzungspause, die Sprinter Julian Opitz fast ein Jahr lahm gelegt hatte, startet er jetzt wieder durch und wurde in 11,11 Sekunden Dritter über 100 Meter bei den Männern. „Mit dieser Zeit kommt er an seine bisherigen Ergebnisse wieder heran“, betonte Paul Leibrock. Konkurrenzlos zum Titel lief Marvin Kastl (TV Gimmeldingen) über 110 Meter Hürden. Trotzdem schaffte er in 15,43 Sekunden auf Anhieb in dieser Saison die Norm für die deutschen U23-Meisterschaften in Heilbronn. Nach dem optimalen Auftakt in Landau hoffte dann auch TV-Trainer Lothar Spilke, dass seine Sprinterin Nathalie Stübinger die Normen über 100 und 200 Meter abhaken könnte. Über 100 Meter blieb sie beim Lauf zur Silbermedaille nur acht Hundertstel unter der Vorgabe des Deutschen Leichtathletik-Verbandes und brachte die Favoritin Sandra Wagner fast in Bedrängnis. Scheinbar alles klar machte sie mit dem Titel über 200 Meter in 25,21 Sekunden. Die Norm liegt bei 25,40 Sekunden. „Doch die Windmessung zeigte einen etwas zu starken Rückenwind an. Wir konnten es fast nicht glauben, denn es war eigentlich kein Wind spürbar. Doch die Technik hatte dies so gemeldet. Wir mussten also mit zwei tollen Zeiten und dennoch enttäuscht nach Hause fahren. Jetzt bleiben noch drei Wochen, um die Norm unter regulären Bedingungen zu laufen“, erklärte Spilke. Er registrierte aber auch eine tolle Leistung von Tugce Yilmaz: „Sie holte sich in fantastischen 10,38 Sekunden über 60 Meter Hürden in der Klasse W13 ihren ersten Pfalztitel.“ Gesteigert hat sie sich auch im Weitsprung um 30 Zentimeter auf 4,67 Meter und Rang drei. Vizemeisterin wurde die angehende Mehrkämpferin im Sprint über 75 Meter. Stark präsentierte sich auch Benedikt Wandslebe im Kugelstoßen auf Rang vier bei den Männern. „Als U20-Athlet musste er mit der 7,256 Kilogramm-Kugel stoßen, das sind über ein Kilo mehr als in seiner eigentlichen Altersklasse“, betonte Spilke. Kurt Büttler, Coach der TSG Haßloch, freute sich über 41,34 Meter und den Titel von Katharina Aures im Speerwurf bei den Frauen. Damit qualifizierte sie sich mit ihrer Saisonbestweite für die süddeutschen Meisterschaften. Gold gab es ebenfalls für Selina Zimmermann im Speerwurf der W13 sowie für Ben Braun im Dreisprung der U16. Einen Vereinsrekord stellte Justine Hayna in der Altersklasse W12 im Kugelstoßen auf. Sie holte mit der drei Kilogramm schweren Kugel mit 7,99 Metern die Vizemeisterschaft.